Sonntag, 18. November 2012

Mal wieder die Angst vor den bösen neuen Medien - Na dann drehen wir den Spieß doch mal um...

Aus dem Broschüre: "Den Weg zurückfinden in die  digitale Wirklichkeit"

Wir sind zutiefst besorgt. Eine kaum zu überbrückende Spaltung unserer Gesellschaft droht. Betroffen sind vor allem Psychologen, Psychiater, Soziologen und Menschen mit grundlos bestürztem Gesichtsausdruck. Sie verlieren immer häufiger den Kontakt zu sozialen Medien, zu Metaversen, zum Kommunikationstool und Informationspool Internet. Ihnen fehlt offenbar die Energie für die Ablösung von den Begrenzungen der offline-Welt, an die sie sich mit aller Gewalt klammern. Ja sie finden sogar scheinbar rationale Begründungen für eine tiefe  Furcht vor neuen Medien und verlieren so den Anschluss an die moderne digitale Gesellschaft und ihre vielfältigen Metaebenen. 
Wie können wir diesen elektronischen Eremiten helfen? 
Wir benötigen dringend Einrichtungen, in der wir mit modernsten Therapien Social Media-, Cyberspace- und Internetphobien behandeln können. Bei ersten Sitzungen können die Patienten grundlegende Erfahrungen sammeln bei einfachen Lektionen wie „48 Stunden das Haus nicht verlassen ist auch mal schön“, "eine Webcam kann deine Seele nicht stehlen", „wenn du ein schwertschwingender Wikinger sein willst, der gern Blondinen enthauptet, ist das völlig in Ordnung“, "Realität ja, aber bitte nicht ständig!" oder „Pizza kann man auch vor dem Monitor essen“. 
Es folgen Aufbausitzungen wie "Laptops sind Freunde",  "Selbstdefintion in Metaversum und sozialem Netz", "Cogito ergo Log In", "Entspannen mit indizierten Ego-Shootern"  oder "Ja, mein Avatar darf auch mal schöner sein als ich in echt."
In einer weiteren Stufe lernen die Kursteilnehmer dann, wie sie in Facebook, Twitter oder sogar in Blogs ihren positiven Lernzuwachs der Community mitteilen können, um  gemeinsam mit Freunden in aller Welt ihre erfolgreiche Flucht aus der digitalen Isolation zu feiern.

 Mal eien Frage:
Wie kommt es eigentlich, das wir uns vor jedem neuen Medium so fürchten. Man könnte fast meinen, wir haben Angst davor, dass es uns eines Tages gelingen könnte, erfolgreich miteinander zu kommunizieren…

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