Samstag, 15. Juni 2013

Noch ein paar Worte zum Lesungsfiasko...

Sie hat mich etwas verblüfft, die Resonanz auf mein Blogposting über die – sprechen wir es ohne jeden zum scheitern verurteilten Versuch der Beschönigung aus – desaströse Lesung am Freitagabend..
Besonders putzig, die frühe Reaktion unserer Freundin Angelika aus Leipzig: „Du veräppelst uns doch gerade, oder?“
Obwohl das ein oder zwei Leser vermuteten, handelte es sich nicht um einen Gag, sondern um einen Tatsachenbericht. Die Lesung am Freitag fand in einer zu Einhundertprozent publikumsfreien Zone statt. Das ist für einen Autor natürlich betrüblich. Aber auch sehr inspirierend und so kam ich spontan auf die Idee, einfach alle leeren Plätze zu fotografieren. 
Was die Statistik angeht, war mein schonungsloser Rückblick gestern  eines der meist aufgerufenen Blogpostings der letzten Zeit. Aber wer will auch schon die ewigen „War ne schöne Lesung gestern“-Artikel lesen?
 Spaß macht, wenn es weh tut. Euer Wunsch ist mir Befehl. Wenn ich damit meine Leser begeistern kann, wäre ich sogar bereit, mir einen Arm abzusägen und dann mit der verbleibenden Hand einen ausführlichen Erfahrungsbericht zu verfassen. Wird dann allerdings etwas länger dauern.
Mich erreichten auch ein paar wirklich rührende Nachfragen. Aber kein Grund zur Sorge.  
Mir hat es viel Spaß gemacht, meinen kleinen Fotobericht gestern zu schreiben. Nach einer „erfolgreichen“ Lesung wäre es dazu nie gekommen. Nu Kule hat in ihrem Kommentar zum Posting etwas Ähnliches geschrieben.
Mittlerweile habe ich einiges an Erfahrung bei Lesungen gesammelt und für mich war der gestern eingetretene Verlauf nicht überraschend. Wenn zwei Autoren am Freitag lesen, aber voraussichtlich fünf oder sechs am Samstag da sein werden, welchen Anreisetag werden sich Gäste mit langer Anfahrt dann wohl aussuchen?
Ich habe Michael deswegen gestern um 18.40 Uhr die Speisekarte gereicht und ihm geraten, sich schon mal was auszusuchen. Wir hätten gleich viel Zeit zum essen. Damit behielt ich, wie wir nun alle wissen, leider Recht.
Was ich sehr schade fand war, dass Sven Klöpping sich verspätete und Michael Marrak erst Samstag nach Wuppertal kam. Sonst hätte doch noch eine nette Autorenrunde draus werden können. Dann eben beim nächsten Mal.
Morgen Abend liest ab 20 Uhr übrigens Frank Haubold bei uns. Nächsten Samstag trete ich gemeinsam mit Heidi Hensges in SL Stuttgart auf, am 26. liest Jordan Reyne bei uns, am 29. führt David Grashoff bei uns live sein Comedy Programm „Dirty Nerd“ auf und am Sonntag präsentiert Mario Arend seinen Roman „Alles wird gut“. Wie ich schon sagte: Nach der Lesung ist vor der Lesung!

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