Freitag, 30. August 2013

"Elysium" - ja ich halte Neill Blomkamps "District 9"-Nachfolger für einen guten Film...

Das sieht nicht jeder so. 
Die einen halten ihn für politisch naiv, während er anderen nicht sozialkritisch genug war. 
Solche Kommentare konnte man auch in der letzten Zeit in der Facebook Timeline beobachten. 
Ich kann es nicht leugnen: ich selbst habe ein Faible für Stories, in denen sich kleine Querdenker mit technischem Know How gegen das böse System auflehnen. Natürlich ist uns allen klar, dass sich die Gesellschaft nicht einfach durch einen Hackerangriff und ordentlich Dresche für die Bösen am oberen Ende der Nahrungskette zum gerechten Utopia upgraden lässt. 
Kino hat auch nicht die Aufgabe realistische Anleitungen für eine funktionierende Weltrevolution abzuliefern. Die Unterhaltungsmaschine kann aber gelegentlich politische Botschaften transportieren. Auch in Blomkamps Science Fiction Thriller dürfen wir eine Warnung hinein deuten. Mehr nicht.
Ich bezeichne die modische Überinterpretation von Unterhaltungsprodukten  gern als kariertes Gequassel. 
Josh Finney benutzt diese Terminologie zwar nicht - er kannte offensichtlich meine Großmutter nicht - hat aber eine ähnliche Meinung zu den Reviews über "Elysium". 
Außerdem habe ich immer öfter den Eindruck, dass Kritiken an Büchern und Filmen wenig über deren Qualität verraten, sondern vor allem Rückschlüsse auf eine gewisse Übersättigung der Kritiker selbst zulassen. Sie sollten sich vielleicht gelegentlich etwas Abwechslung suchen...

1 Kommentar:

  1. Ich habe den Film zwar noch nicht gesehen (werde ich heute), aber den allgemeinen Ausführungen kann ich mich nur voll und ganz anschließen.

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