Donnerstag, 22. August 2013

Gerade "Elysium" gesehen...

Bin immer noch ganz geflasht. Exzellentes Produktionsdesign, gute Story, erfreulich rabiat, zündende Gags über weggesprengte Gesichter, herrlich linkslastig im Abgang. Endlich mal wieder eine erfolgreiche Sozialrevolte getriggert durch konstruktive Computerkriminalität. 
Habe allerdings einen Verdacht: 
Schwarze und gelbe Parteien werden die ersten 45 Minuten als Wirtschaftsutopie fehldeuten, oder gleich zum Lehrfilm umfuntionieren für eine Agenda 2025: Wie wir die Schere zwischen arm und reich endlich im kosmischen Maßstab klaffen lassen.
So hätten`s die Damen und Herren gern. Unten wird umsonst gearbeitet, während man sich oben unbeschwert schwerelos reichlich Sonne gönnt. 
Das Konzept vom torusförmigen Garten Eden für die Finanzelite trifft dennoch meinen Geschmack, denn: Supereiche auf halbem Weg zum Mond, das ist definitiv schon mal ein großer Schritt für die Menschheit in die richtige Richtung. 
Im Film endet das alles auf märchenhafte Weise. Paradoxerweise vorgeträumt von begüterten Hollywood Machern.
Neill Blomkamp konnte sich auch nach "District 9"nicht vom Slum Plot trennen. Sein Los Angeles des Jahres 2154 ist aber - und das sollte man nicht vergessen -  das Mexico City des Jahres 2013. Die Dystopie ist längst eingetreten und wir sind die Leute auf der Raumstation.
Noch.
"Elysium" wird in seiner Eigenschaft als großartiger Science Fiction-Action-Film einen Platz in meiner DVD Sammlung einnehmen.   

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