Freitag, 13. September 2013

War mal wieder in Berlin...



Leider nur beruflich, was die Möglichkeiten eigene Touren zu unternehmen gegen Null gehen lässt. Trotzdem am Wegesrand neue Eindrücke aufgeschnappt und Ecken entdeckt, die ich mir bei nächster Gelegenheit genauer ansehen möchte. Eigentlich wären wir morgen auch noch in Leipzig eingeladen. Lässt sich konditionell leider nicht machen. Schade. Ebenfalls ne faszinierende Stadt.
Gestern auf dem Programm: der Stasiknast Hohenschönhausen. Dank hervorragender Führung  (und ich bin für gewöhnlich kein Freund von Führungen) eine eindringliche Erfahrung. Ohne billige Effekthascherei. Ein paar leere Stühle, ein leerer Schreibtisch, die Erwähnung eines versteckten Tonbandes im  Zusammenspiel mit einer eindringlichen Schilderung reichen völlig aus, um die Vergangenheit plötzlich sehr lebending werden zu lassen. 
Kein Ziel, das man bei einer Shoppingtour mal eben am Wegesrand mitnimmt. Beschäftigt mich auch heute noch. Orwell war dagegen ein Amateur, denke ich mir.  Blödsinnige Feststellung. Natürlich war er das.
Zurück zu den angenehmen Seiten. Hackescher Markt durfte natürlich nicht fehlen, genau so wenig wie die Höfe. Hätte mir zu gern das Monsterkabinett angeschaut. Beim nächsten Mal dann. 
Ob Marius Müller Westernhagen wohl begeistert davon erzählt hat, dass er mich am Berliner Dom gesehen hat? Schätze nicht. Ist aber kein Problem, ich halte es anders rum genauso.
Promiwatch in Berlin ist kein Hobby von mir, es passiert einfach so im Vorbeigehen. 
Nach fünf Tagen Hostel freue ich mich vor allem auf ungestörte Nachtruhe ohne nächtliche Manöverbewegungen in schweren Stiefeln auf dem Gang, Ur-Schrei-Therapien im Nachbarzimmer oder Guerilla Heimwerker, die von Hostel zu Hostel ziehen, um nachts Einbauküchen in Gästezimmer zu installieren - anders kann ich mir die Geräusche jedenfalls nicht erklären. 
Okay, ich habe übertrieben, die Unterkunft war ganz passabel. Aber Man(n) ist eben auch Diva.
Mir fehlten eigentlich nur zwei Dinge: Eine Kaffeemschine und die Möglichkeit zu bloggen. 
Was ich hiermit nachhole. Und jetzt mache ich mich daran, den Social Media Rückstand aufzuarbeiten...

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