Donnerstag, 5. September 2013

Wenn mir etwas auf den Zeiger geht, dann die Prank-Kultur...

Pranks sind die mutierte, eskalierte und maligne Form des Versteckte Kamera Gags der Fernsehuhrzeit.
Um 1980 begnügte sich Kurt Felix noch damit eine Nessie Attrape über einen Schweizer See schwimmen zu lassen, heute muss man der Zielperson schon überzeugend vorgaukeln, dass sie gleich ins Gras beisst. Fahrstühle sind ein bevorzugtes Ziel, sind  in dieser Situation doch gleich von vornherein mehrere Basisängste im Spiel, die den Stressfaktor erhöhen:
Höhe, Enge, das Gefühl eingesperrt zu sein. Wer allein im Fahrstuhl steht, fühlt sich angreifbar.  Er recht, wenn er sich die Kabine mit einem Sarg teilt, aus dem plötzlich eine Leiche springt. Alternativ inszeniert man den Angriff minderjähriger japanischer Spukgestalten, lässt mit moderner Displaytechnik, den Boden der Kabine in einen bodenlosen Schacht stürzen. Das oder man tauscht gleich einen apokalyptischen Meteoriteneinschlag vor - wobei letzterer Prank wohl nicht ganz echt ist und mit Schauspielern gedreht wurde. 
Wie gesagt, mir geht der Blödsinn auf den Zeiger, deswegen wird er hier auch nicht verbloggt. Mainstream-Scheiße würde ich es nennen. Doch im Prinzip ist es ein psychologischer Übergriff, denn dann auch noch mit Wonne und Hingabe weiter verlinkt wird.
Gute Lust hätte ich einen Pranker-Prank inszenieren und einem Filmteam, und vor allem den Produzenten dahinter das besondere Erlebnis zu verschaffen, für den plötzlichen Herztod eines Prankopfers verantwortlich zu sein. Natürlich nicht in echt, eben nur vorgetäuscht. Mein besonderes Interesse gilt dann natürlich der unmittelbaren Reaktion auf die Katastrophe. Ich wette, die Nummern mehrerer Anwälte werden noch vor dem Notruf gewählt werden...


1 Kommentar:

  1. Nein. Die würden den Kameramann anschreien:
    "Halt drauf! Halt drauf Mann!!!"
    :-(

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