Dienstag, 29. Oktober 2013

Bryn Ohs Zusammenarbeit mit Peter Greenaway...

Ich habe nicht nachgezählt, wie oft ich hier in den letzten Jahren über die kreativen Möglichkeiten von Metaversen philosophiert habe. Gemeinsam mit den Brennenden Buchstaben experimentieren wir jetzt seit 2010 mit SecondLife und anderen Grids herum und tun das mit großem Enthusiasmus, obwohl manch einer nicht nachvollziehen kann, wieso wir uns so für Pixelpuppenstübchen begeistern.
Und ab und zu erwische ich mich bei einem leidenschaftlichen Plädoyer für Metaversen als ernstzunehmende Kultur-Plattform.
Das kann Bryn Oh allerdings besser. 
Meine ehemalige Nachbarin auf der Insel Caerleon und Mitwirkender bei vielen Veranstaltungen, die wir organisiert haben, hat längst mit ihrer virtuellen Kunst den Weg in echte Museen geschafft. 
Bryn ist nur eine Kunstfigur, gesteuert von dem kanadischen Maler Brynley Longman.
Gary Zabel hatte Bryns Aktivitäten 2008 gelegentlich als Steampunk Kunst bezeichnet. 
Das mehr dahinter steckte, konnte man auf den ersten Blick erkennen. Das erste Kunstwerk, das ich von ihr/ihm sah, war eine metallische Katze mit einer ebensolchen Maus und es wirkte irgendwie, als hätte Salvador Dali auf LSD Tom und Jerry Cartoons angesehen und dann drauf los gemalt.
Das war Kunst, keine Frage.
Bryn ist mittlerweile eine Kultfigur und eine Kunstlegende in SecondLife. 
Regisseur Peter Greenaway („Prosperos Bücher“) hat Brynley vor einigen Monaten kontaktiert und um die Produktion von fünf Machinimas gebeten. Die werden am Wochenende in Basel gezeigt werden. Das im Rahmen einer Installation auf dem Friedhof an der Predigerkirche.
Nähern sich Betrachter, werden Beamer eingeschaltet, die Bryns Machinimas auf Grabsteine projizieren. Die Aktion läuft unter dem Titel Totentanz 2013.
Metaversen als Medium nicht ernst zu nehmen? Sehe ich völlig anders.
Und von hier aus Glückwünsche zum grandiosen Projekt.

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