Dienstag, 5. November 2013

Bryn Oh über den Baseler Totentanz - und ein paar Gedanken zur Befremdung über unsere Aktivitäten im Metaversum...

Vor kurzer Zeit hatte ich hier schon über die Zusammenarbeit von Bryn Oh mit Regisseur Peter Greenaway berichtet. Persönlich konnte Brynley bei der Installation in Basel nicht anwesend sein, allerdings ist in seinem Blogposting ein Video von Vernissage TV eingebettet auf dem man einiger seiner Machinimas zusammen mit dem Publikum sehen kann. Ich kann mir gut vorstellen, dass Bryn begeistert von dieser Chance gewesen sein muss. Drüben auf Bryns Blog das Posting mit persönlichen Bemerkungen und dem Video...

Ausgesprochen interessant finde ich, was Brynley darüber sagt, warum ihm die filmische Dokumentation seiner Projekte so sehr am Herzen liegt: Er versucht damit, seinen Eltern zu erklären, was er da eigentlich in SecondLife tut. 
Das kommt  mir sehr bekannt vor. Auch ich tappe immer wieder in dieselbe Falle. In einem kurzen Moment der Begeisterung lasse ich mich dazu hinreißen und berichte Freunden oder Verwandten darüber, was wir als nächstes vorhaben.
Nein, ich will Bryns Projekte jetzt nicht mit unseren vergleichen, glücklicherweise machen wir ja grundsätzlich völlig unterschiedliche Dinge. Bryn baut Objekte, Umgebungen, Avatare und erzeugt so ganze virtuelle Kunstwerke. Wir bieten eine Showbühne für Autoren, aber es gibt gewisse Parallelen, das lässt sich nicht leugnen. 
Wenn ich nun also voller Enthusiasmus, wahrscheinlich auch mit einem gewissen Leuchten in den Augen erkläre, was wir als nächstes für eine Lesung planen und wer bei uns "auftreten" wird, dann ernte ich meistens ein Reaktion, die mich selbst dazu veranlasst, das Thema peinlich berührt  rasch zu wechseln. 
Es ist so eine Mischung aus Desinteresse, Unverständnis und einem leichten Anflug von Befremdung.
So als hätte ich von meinen Bastelarbeiten an der Modelleisenbahn berichtet und dabei bei meinem Gegenüber das Bild erzeugt, wie ich meinen Kopf unter einer Schaffnersmütze durch ein ausgesägtes Loch in der Landschaftsplatte stecke, dabei eine Trillerpfeife benutze, um dann am nächsten Morgen darüber zu klagen, wie groß der Stress in meinem Bahnhof im Hobbykeller gestern gewesen ist.
Ich habe über diese für mich seltsame Reaktion schon mal einen Text für eine Comedy Lesung unter dem Titel "Ah jaa" geschrieben. (Übrigens wäre ich dafür fast gelyncht worden.)
Mich überrascht aber nicht das Desinteresse derer, die genau wissen, was SecondLife und OpenSims sind und es einfach doof finden. Damit halte ich mich nicht lange auf und lasse sie mit dem Thema komplett in Ruhe. Das muss man einfach akzeptieren.
Ich meine jetzt vor allem die Leute, die es eben noch nicht verstanden haben, sich aber beispielsweise für Bücher  interessieren und auch mit dem Gebrauch eines Computers nicht überfordert sind.
Wenn ich einem Bekannten, der gern Thriller liest, berichte, dass wir letzte Woche einen bekannten Autor zu Gast hatten, dessen Bücher er noch dazu kennt und schätzt und ernte dann nur ein knappes Nicken und dann einen Kommentar zur Wetterlage, ist und bleibt das für mich eine enttäuschende Reaktion.
Ich habe manchmal den Verdacht, man vermutet, wir bauen ein Pixelmännchen, das wie der Autor XY aussieht, lesen dann mit verstellter Stimme aus seinem Roman und spielen auf diese Weise Autorenlesung auf der Modelleisen...äh, ich meine im Metaversum.
Dasselbe mickrige Feedback bekomme ich übrigens auch aus meiner eigenen Familie, selbst dann, wenn ich vor dem Monitor sitze und genau erkläre, was da gerade auf dem Bildschirm vor sich geht.
Die schönste Reaktion war bisher ein zweiminütiger detailreicher Rapport über die Entfernung von Katzenkotze. Ohne irgendeine Frage zu dem zu stellen, was ich gerade erklärt hatte. (Noch dazu ist meine Mutter begeisterte Zuschauerin der Serie, deren Drehbuchautor just an diesem Abend live bei uns im Cyberspace gelesen hat!!!) 
Mag sein, dass die Tatsache, dass ich damit kein Geld verdiene, Grund genug ist, meine Aktivitäten im Cyberspace völlig belanglos zu finden.
(Wenn ich mich recht entsinne, ernteten gelegentliche Erwähnungen von Nominierungen meiner Stories für diverse Preise leider meistens ähnliche Reaktionen bei Bekannten, Freunden und Verdwandten. Das zieht sich anscheinend durch, wenn es um Interessen jenseits von Fußball schauen oder Rasenmähen geht.)
In gewisser Weise ist es beruhigend, wenn jemand wie Brynley Longman alias Bryn Oh ähnliches berichtet.
Danke also Bryn, ich werde beim nächsten Mal, wenn ich mal wieder nicht verstehe, warum man uns nicht versteht, einfach an dein Posting denken!

Kommentare:

  1. ... nimm‘s auf die leichte Schulter (ich tue es zumindest) und sei versichert, dass diese Thematik in der Zukunft tagtägliche Akzeptanz erfahren wird. Genau wie heute alle akzeptieren, das die Erde keine Scheibe ist

    AntwortenLöschen
  2. Mein spontaner Gedanke beim Lesen dieses Postings:
    Diese desinteressierten Leute haben einfach keine Phantasie! Sie können sich auch nicht einfühlen in die Begeisterung, die jemand in ein Projekt steckt mit dem man weder Geld verdienen noch berühmt werden kann.
    Ausserdem: Zu RL-Lesungen gehen ja auch kaum Leute, wenn es sich nicht gerade um wirklich bekannte Autorinnen und Autoren handelt. Aber die RL-Lesungen haben wenigstens einen gewissen "Kultur-Nimbus", der dem Internet leider fehlt.

    AntwortenLöschen
  3. Second Life und die Muggel

    Soviel Bitterkeit und Enttäuschung les ich aus deinem Posting - und ich kenne es auch. Mehrfach habe ich in den vergangenen sieben Jahren SL den Rücken gekehrt, doch nach ein-zwei Monaten hat es mich halt doch immer wieder gepackt.
    Ich kann es nicht lassen, dieses zweite Leben, und nicht zuletzt, weil es trotz aller Fehler und Schwächen so viel konstruktives Potential hat. In SL Geld verdienen zu wollen, hab ich jedoch längst aufgegeben. Das wäre auch der falsche Ansatz für meine Arbeit in dieser virtuellen Welt.

    Für jene, die mich nicht kennen, ich arbeite vorwiegend als Builder (tja, es funktioniert irgendwie halt nur der englische Ausdruck, denn "Bauer" könnte anders gedeutet werden*g*).
    Meine Intention ist es, Szenen, Situationen und Locations in möglichst perfekter, detailgetreuer Ausführung zu erstellen. Wie viele andere KünstlerInnen nutze ich diese spezielle Physik dieser Welt für Forschungen und gestalterische Uebungen.
    Sehr schön ist es dann natürlich, wenn es nicht nur beim eigenbrötlerischen "Basteln" bleibt, sondern wenn sich andere auch daran erfreuen können.

    Aber ist es denn reine Eitelkeit die meinen Bedarf nach Feedback (ups, schon wieder was englisches), nach Lob oder zumindest einer gewissen Anerkennung nährt? Oder geht es eher darum, dass sich das was ich tue, auch beleben sollte.

    Nun, man könnte es mit einem Garten vergleichen. Wenn ich dort in trockenen Sand schöne Pflanzen setze und ihnen beim Verwelken zusehe, dann ist das was anderes, als wenn ich sie in feuchte Erde pflanze und schaue wie sie wachsen, blühen und fruchten.

    Ja, ich weiss. Kueper spricht da oben eigentlich etwas anderes an, die Bedeutung von Second Life und die Sicht des drögen Mobs darauf.
    Es ist halt leider auch heute noch so, dass dieses SL für den neuen Betrachter etwas "Barbiehaftes" hat. Dass man nach all dieser Zeit es nicht schafft, einigermassen gute Avatare mit - vor allem dies - natürlichen Bewegungen zu schaffen ist mir ein Rätsel.
    Ok, den Menschen plausibel künstlich darzustellen ist extrem schwer, da wir ihn sehr gut kennen. Wir beurteilen des Menschen Körper und Gestik unbewusst auf extrem hohem Niveau und erkennen daher die kleinste Abweichung vom Natürlichen.

    Oh, a propos Abweichung: es scheint, dass auch ich vom Thema abweiche.
    Was war nochmal das Thema? Ach ja, SL in der Sicht der Muggel (hihi).

    Vielleicht müssen wir uns einfach den Mut aneignen für das, was wir gut finden, einzustehen. Auch wenn wir dafür belächelt und manchmal auch beleidigt werden. Es ist ja bloss unser Stolz der dadurch gekränkt wird. Unsere Weisheit weiss ja, dass Ablehnung meist auf irgendwelchen Aengsten basiert.

    Auf Mitmenschen die uns lediglich aufgrund unserer Aussagen zu Second Life taxieren und beurteilen können wir als Freunde verzichten. Und jenen die uns kennen und schätzen, können wir vielleicht doch die eine oder andere Einsicht bringen.
    Phoa, das klang ja echt wie ne Predigt. Ich hör mal lieber hier auf...
    Wir sehn uns in Second Life :-)

    AntwortenLöschen
  4. Ich denke mal, das es ein Zeichen unserer Zeit ist, den Dingen die andere machen, nun ja sagen wir mal doch nur eine untergeordnete Bedeutung zu zumessen. Besonders dann, wenn es Themen ohne Rang für Otto Normal Schaf in diesem komischen Land sind. Sprich es dreht sich nicht um das komische Spiel mit dem Ball, oder das was in einer großblättrigen Zeitung steht, oder gerade jene Biermarke die an Stammtischen so gerne bevorzugt wird.
    Neue Ideen werden nicht immer begeistert aufgenommen. Dennoch sind diese Wege wichtig. Ich schrieb bei mir im Blog ja mal etwas über unsere so "Visionslos" gewordenen Mainstreamgesellschaft.
    Ich finde es gut was ihr da in SL macht.
    Aber.....immer dieses Wort ;-). Es ist eine Geschichte, die natürlich eine gewisse Kenntnis erfordert. Wenig vielleicht, aber doch genug um den ein oder anderen davon abzuhalten euch in die Multiversen zu folgen.
    Mein Probs damit habe ich dir ja schon einmal geschildert.

    Sl vermag "mich" nicht wirklich zu fesseln. Hin und weider schaue ich mal rein. Aber visuell gibt es da nur wenig das mich interessieren würde. Dummerweise..... , denn im Prinzip interessieren mich diese Multiversen. Leider bekomme ich meist ein brrrr, wenn ich mir die gafische Qualität der/des Universums anschaue. Denke mal, das ich als 3D Grafiker, da wahrscheinlich einen zu kritischen Blick habe, denn das ein oder andere wie Dunwich fand ich dann doch interessant. Was aber nicht ausgereicht hat, um mich wieder dort hinzutreiben.
    Noch ein Punkt ist, das mein English nicht gute genug ist, um dort gut kommunizieren zu können. Gibt zwar auch viele deutschsprachige, aber halt auch viel English. Bei einer Lesung lohnt sich das für "mich" gar nicht, da ich ihr schlicht nicht folgen könnte.

    Dennoch folge ich hin und wieder einem Audiostream von Lesungen ohne mich direkt ins Universum zu begeben. Ich persönlich fände kombinierte Reallesungen mit SL wesentlich interessanter. Denn im Grunde genommen bin ich dann doch leiber in einer Welt unterwegs die nicht Pixelbasierend ist ;-). Sagt der 3d Grafiker.

    Wie schon geschrieben, ich find das was ihr beiden da macht sehr beeindruckend. Aber für viele ist es halt nix, ob aus Unkenntnis, desinteresse oder nur deshalb weil sie nichts mit anfangen können mit den pixelbasierenden Multiversen ;-).
    Aber ich schau mal wieder rein, verpsrochen.

    AntwortenLöschen
  5. @Barlok:

    Nein insbesondere von Bitterkeit würde ich nicht sprechen. Nein, meine Laune beim Verfassen dieses Postings war sogar besonders gut. Wir machen das jetzt so intensiv schon seit 4 Jahren und wissen ganz gut, wen wir interessieren können und was wir nicht erreichen können. Diese Metaversums Sache ist nur nur eine von mehreren Leidenschaften, die mich begeistern. Und die sich alle glücklicherweise gegenseitig irgendwie ergänzen. Über unsere Projekte in SL habe ich mich selten besonders aufgeregt. Da gab es andere Problemgebiete, über die ich mich in den letzten zwei Jahren viel mehr geärgert habe.
    Nein, die Dinge, die sich aus dem SL Projekt entwickelt haben, sind viel zu erfreulich, um enttäuscht zu sein. Gerade hat sich wieder eine sehr schöne Sache ergeben. In den nächsten Tagen mehr darüber.
    Ich habe es vielmehr als Bestätigung empfunden, dass es einem der bekanntesten Metaversumsaktivisten genauso ergeht.

    AntwortenLöschen
  6. Vor kurzem habe ich einer guten Freundin SL gezeigt. Wir waren auf einem Konzert eines Musikers, den sie auch aus dem RL kennt. Sie war begeistert von der Musik und fand die Phantasie der Avatarbesitzer bemerkenswert. Anschließend zeigt ich ihr noch einige meiner bevorzugten Sims. Und dann stellte ich fest, daß sie gar nicht meine Sichtweise auf diese virtuellen Abläufe besitzt. Sie kann nicht so tief eintauchen wie ich. Ich konnte schon als Kind in den Büchern versinken. Wenn mich meine Mutter zum Essen rief, mußte ich erst aus meiner Welt auftauchen. Und so ist es heute noch. Selbsterschaffenes im Geiste ist das Größte für mich. Aber seinen Träumen und Vorstellungen Gestalt und Bewegung verleihen, ist einfach unbeschreiblich. Schade, daß ich dieses Gefühl nicht an jeden weitergeben kann. Meiner Meinung nach, sind Menschen, die mit Hingabe das Nachmittags- und Vorabendprogramm im Fernsehen verfolgen nicht in der Lage, virtuelle Welten nachzuempfinden. Da muß man schauen und agieren. Ich bin jedenfalls so froh zu wissen, wie man virtuelle Welten betritt und was sie mir bieten.

    AntwortenLöschen
  7. Ja! Ich verstehe es. Durchhalten. Dranbleiben! Weitermachen! Unbedingt!
    Eines Tages ... !!!
    ...
    Hm. Vielleicht könnten wir mal so ein Manifest ...
    ...
    "Ein Gespenst geht um im Flachnetz - das Gespenst der Virtuellen Welten. Alle Mächte des alten Netzes und darüber hinaus haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet, der Papst und das M, Familie und Freunde, internationale Phantasielose, Kollegen und Vereinskumpel.
    Wo ist der Bewohner einer virtuellen Welt, der nicht von den Flachnetz - Plutokraten als spinnert, als kindisch und sozial depriviert verrufen würde?!
    Zweierlei geht aus dieser Tatsache hervor.
    + Das web 3D, die virtuellen Welten werden bereits von all` diesen Mächten und Unverständigen als eine Macht anerkannt.
    + Es ist hohe Zeit, dass die Bewohner_innen Virtueller Welten ihre Anschauungsweise, ihre Zwecke, ihre Tendenzen vor der ganzen Welt offen darlegen und dem Märchen vom Gespenst des Virtuellen ein Manifest des Cyberspace selbst entgegenstellen. Zu diesem Zweck haben sich Bewohner_innen der verschiedensten Virtuellen Welten bereits öfters versammelt - und werden ein Manifest erstellen, das in allen Welten Gehör findet. Selbst im überkommenen Flachnetz und der so genannten "realen Welt" wird die Fackel der Einsicht EMP - gleich aufscheinen und allen Entitäten neue Dimensionen eröffnen!
    Bewohner_innen und Bewohner aller Virtuellen Welten - vereinigt Euch!!"

    KarlM1 Resident

    AntwortenLöschen
  8. Hmm Leute......was mir so ein wenig auffällt. Nicht bös sein ;-). Aber ihr stellt euch nicht wirklich der wie auch immer gearteten Kritik an den Pixelmultiversen.
    Was ihr macht ist ohne Frage innovativ, interesant und vielseitig. Aber bleibt doch einmal bei den Punkten, die kritisiert werden. Ohne das ich oder jemand anderes dabei eure Initiativen im Multiversen in Frage stellen würde.
    Bleibt doch bitte mal inhaltlich bei den kritischen Punkten. Denke mal, das Leute die es nicht Verstehen, was ihr da macht, dann doch sarüber ein besseres Verständnis entwickeln könnten.
    So bleibt ihr aber in euren eigenen Universum. Wie sagte mal so schön jemand: "Gehet raus in die Welt und verkündet, das frohe Multiversum." schreibt der Fenrir augenzwinkernd am frühen Morgen während er an seinen Universen bastelt, in Pixeln versteht sich ;-).
    Ich hoffe, ihr versteht was ich meine ;-)

    AntwortenLöschen
  9. Kritiken an technischen Defiziten diverser Metaversen bitte immer an die Entwickler. Wir sind nur die Nutzer, nicht unsere Baustelle.

    AntwortenLöschen
  10. ... aber die reale Welt, die einzig wahre Welt, was wären wir ohne die Klientel der Napfsülzen, die sich werbend äußern, für das reale Leben: " hassde auch heut‘ geseh‘n, der Hold, wie der den Typen verknackt hat .... ohh ich muss nach Hause, gleich fängt die Salesch an .... ich freu‘ mich auf die heutige Frauentausch, mit der Tussi von dem Industriellen ... " und so weiter ...

    Braucht es da noch Rechtfertigung für unser aller Tun in Metaversen?

    Antwort. Nein!

    AntwortenLöschen
  11. Guten Tag.
    Die Argumentation von Ludger Otten (7. November 2013 04:45) klingt logisch und vernünftig - auf den ersten Blick.
    Aber nur auf den , finde ich.
    Erste Frage wäre, was denn mit dieser abstrakten Kritik gemeint ist.
    WAS denn genau?
    Mir ist das nicht klar.
    Schlechtere Grafik als in Ballerspielen? - Was soll man dazu sagen? Ja, stimmt. Hat aber Gründe. Nix ist auf DVD / Festplatte, sondern in Servern in den USA - und auch das wieder aus sehr wichtigem Grund! Weil nämlich alles SELBSTGEMACHT ist in unseren Welten. Und veränderbar.
    Heißt: eine Kritik gibt es hier gar nicht. Sie trifft nicht zu. Vergleicht Einhörner mit Ronald McDonald.
    Wer rumballern will und zur Legitimation den tollen Zusammenhalt in der Gilde anführt - hat ganz andere Wünsche, Träume und Bedürfnisse, als ein Literat, ein Schauspieler, eine Malerin, eine Musikerin, als jemand, der virtuelle Installationen kreiert.
    Andere - und ich persönlich würde sagen: weniger! Leider.
    Welche Kritikpunkte denn noch?
    Wer Regenbogenpresse, Kegelabend, Fußballspielbesuche, TV, Kino, Kneipennächte, SMS und witzerezählende Herrenabende für humaner, für lebendiger, für authentischer und kreativer hält als virtuelle Welten - dem ist nicht mehr zu helfen, der muß erst die Leere seines Daseins selbst empfinden, bis er vielleicht einmal anderes versucht.
    Soweit meine Gedanken dazu.
    MfG
    BukTom Bloch

    AntwortenLöschen