Donnerstag, 28. November 2013

Langeweile in Zahlen...



Im Jahr 2013 gab es im Tatort exakt 76 Tote. Aha. Ja, das erklärt immerhin, warum ich beim Aufbellen der Titelmelodie immer sofort zur Fernbedienung spurte und  auf die Programmwahltaste einschlage. Umstellen! Egal auf was.
Denn ich habe diese panische Angst, wenn ich nur drei Minuten zuschaue, wache ich in vier Jahren aus dem Koma auf. Jemand fragt mich, wie das passiert ist und ich sage: „Keine Ahnung, da war ein Fadenkreuz und laufende Beine, mir wurde schwarz vor Augen und dann bin ich hier  wieder aufgewacht.“
Mal ehrlich: 76?
Soviel schafft Jason Statham in zehn Minuten. Sogar im mit tödlichen Toxinen vergifteten Zustand. Vom fast 70jährigen Sylvester Stallone ganz zu schweigen.
Ja, sicher. Da gab es damals den Schimanski und den haben wir ja auch gekuckt. 
Aber warum war das so?
Weil wir nix anderes hatten! Wenn da mal´n Auto ne Rampe hochgefahren und drei Meter gehoppst ist,  hielten wir  das schon für Dynamik. Und an glücklichen und sehr raren Tagen hat sich vielleicht auch mal eins überschlagen. 
In den Achtzigern auf Action im Deutschen Fernsehen warten, das war wie in der DDR für ne Banane Schlange stehen.
Ne, ich fürchte, Deutschlands berühmtester Fernsehkrimi und ich werden keine Freunde mehr. Völlig egal, wer da mitspielt.
Ohne mich.

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