Dienstag, 24. Dezember 2013

Traditionell: Der Jahresrückblick 2013...

2013 ist vorbei und wie in jedem Jahr will ich auch diesmal kurz vor Weihnachten einen Blick zurück auf die letzten 12 Monate werfen. Diese sehr persönliche Retrospektive ist in den letzten Jahren immer umfangreicher geworden. Logisch, denn wir machen jedes Jahr mehr Veranstaltungen. Wir haben insbesondere in den letzten vier Jahren viel Erfahrung gesammelt, Konzeption, Planung und Werbung von Events gehen uns leicht von der Hand – ganz davon abgesehen, dass wir es einfach nicht lassen können.
Auch 2013 haben wir früh mit dem Programm angefangen.
Gleich am 12. Januar liest  bei uns der hoch sympathische Tobias Schindegger aus seinem Roman „Gnom unser.“ Schindeggers Auftritt ergab sich, als wir im Vorjahr für Leanders Wattings Blog „Was mit Büchern“ unser Projekt in einem Artikel vorgestellt hatten.
Am 18. Januar bringe ich im damals noch existierendenvirtuellen Köln meine Story „Debugging You“ auf die Bühne. Bühne übrigens im wörtlichen Sinne, denn ich habe aus meiner Kurzgeschichte ein Ein-Mann Theaterstück gemacht. Hat viel Spaß gemacht und anscheinend auch ganz gut funktioniert.


Am 2. Februar rufen wir wieder einmal zur Kulturkonferenz im Kafé KrümelKram. Wir planen gemeinsame Aktionen und Events für das Jahr, sammeln neue Ideen und philosophieren über die Zukunft von Kulturveranstaltungen in virtuellen Welten. Auch das Metropolis Grid ist mit dabei.
Und auch das Festival der Liebe 2013 wird zum ersten Mal in diesem Jahr thematisiert. Zu diesem Zeitpunkt ist uns noch nicht klar, dass es zu Veränderungen in der Szene kommen wird. Einige davon leider eher unerfreulicher Natur.
Am 15. Februar dürfen wir Autor Rael Wissdorf auf einem alten Segelschiff in Barloks Hafen begrüßen. Die Lesung wird zeitgleich von SecondRadio übertragen. Rael stellt seinen Fantastik-Roman „Yanthalbor“ vor.


Ab dem 8. März reicht eine Lesung nicht mehr. Die Brennenden Buchstaben eröffnen das BB E-Book Event mit einem Auftritt von Karl Olsberg, der aus seinem zweiten „Mygnia“-Roman „Die Stadt des Windes“ liest.
Die Three Continents Reading am späteren Abend wird zur ersten und einzigen Pannenlesung in diesem Jahr. Alexander M. Osiasis liefert eine exzellente Cyberpunklesung ab, genauso wie Jonathan Dotse, der über eine Stunde lang um eine brauchbare Internetverbindung kämpfen muss. 
Die Gastgeber zeigten sich im Vorfeld begeistert, halten es aber leider nicht für nötig, selbst zur Lesung zu erscheinen. Professionell geht anders. Und ich falle fast vor Lachen vom Stuhl, als man mich wenige Tage später fragt, ob man öfter solche Lesungen machen könnte.
Könnte man. Aber nur bei Gastgebern, die auch anwesend sind, um Rezrechte zu vergeben, so dass Künstler ihre Requisiten aufstellen können.


Es gibt aber auch Veranstaltungen im Real Life in diesem Monat. Am Samstag, den 9. März lese ich auf dem Dortcon einen Ausschnitt aus meiner Story „Demeters Garten“, die in der Sammlung „Fieberglasträume“ erschienen ist. Am Abend habe ich die Gelegenheit, gegen echte Poetry Slammer anzutreten und treffe dabei auf David Grashoff. Macht viel Spaß und wird im weiteren Verlauf des Jahres zu zwei Lesungen von David bei uns führen.



Am 5. April stehe ich zum ersten Mal mit meiner virtuellen Comedyshow „Nerdy but loving it“ auf der Bühne. Weitere Vorstellungen folgen. Im Morlocks Revenge, auch im Schwitzkasten in Köln und in Craft-World. Das Programm scheint gut beim Publikum anzukommen.



Am 13. April liest die geheimnisvolle Lilia Artis im Kafé KrümelKram und eröffnet damit gleichzeitig ihre Ausstellung „In between“. Lilia ist auch im echten Leben Autorin, trennt virtuelle und reale Welt aber strikt. Ihr Vortrag ist auch schauspielerisch so beeindruckend, dass wir mit heruntergeklappter Kinnlade lauschen.

Am 21. April eröffnen wir auch die Grillsaison und damit beginnt der für mich beste Teile des Jahres…


Am 30.April erscheint ein Interview mit den BrennendenBuchstaben im Literaturblog „Alles fließt“. Kurz davor hat ein großes deutsches online Magazin SecondLife einmal mehr für tot erklärt und damit einen dezenten Sturm im virtuellen Wasserglas ausgelöst. Im Interview versuchen wir zu erklären, was für Möglichkeiten Metaversen beispielsweise für Autoren bieten.


Am 11.Mai folgt in „Alles fließt“unser Artikel über Lesungen in SecondLife. Sehr ausführlich berichten wir über unser Projekt in der virtuellen Welt.

Gleichzeitig kommt es zu Veränderungen in der deutschsprachigen Kulturszene in SecondLife. SIMs werden abgeschaltet, verschiedene Veranstalter wechseln in andere Grids. Es sieht eine Weile ziemlich finster aus.

Am 16. Mai geht mein 8000. Blogposting online. Ich schreibe über die Veränderungen in der deutschsprachigen Blogosphäre. Auch über die neuen Einschränkungen und Gefahren. Die Informationsfreiheit von Bloggern wird immer stärker eingeschränkt. Die sorglosen Zeiten sind vorbei. Wer konsequent bloggt, muss zuweilen mit unangenehmer Post rechnen.

Am 18. Mai liest Steve Hogan bei uns aus seiner„Steampunk-Saga“. Steve alias Martin Barkawitz wird langsam zum Stammgast bei den Brennenden Buchstaben.


Am 1.Juni ist Bernhard Giersche in der Villa KrümelKram zu Gast. Er liest live direkt an meinem Computer. Trotz Lampenfieber liefert er eine hervorragende Lesung aus seinem Roman „Das letzte Sandkorn“ ab. Der Mann liest mit Inbrunst, kann man nicht anders sagen. Zur Belohnung gibt es ein exorbitantes Gulasch – gezaubert von Zauselina -  und einen hoch unterhaltsamen Abend mit Bernhard und Gisela, bei dem es nicht nur um Literatur geht -  aber vor allem. So sollte ein Juni beginnen.



Am 6.Juni startet am Dortmunder Theater das Cyberleiber Festival. Ein paar Tage vorher habe ich im Blog über das Event und meine gestörte Beziehung zum Theater gepostet. Die Macher haben`s mitgekriegt und laden mich ein, eine Kurzgeschichte zum Thema beizusteuern. Mache ich gern. Die Story „This Sunny Sky“ ist seitdem auf der Festival Website online. 




Am 14. Juni soll ich eigentlich anlässlich des zehnjährigen Nova Jubiläums im Cafe Stilbruch in Wuppertal lesen. Das Vorhaben scheitert an der völligen Abwesenheit eines Publikums. Kein sehr erfreulicher Abend für mich. Wie geht man damit um?
Ich mache mir einen Spaß daraus, die leeren Stühle zu fotografieren und über das Publikum zu schreiben, das ich zu sehen glaube. Wird ein sehr gut frequentiertes Posting. Schadenfreude ist eben am schönsten.


Am 16. Juni eröffnet das riesige SL10B Gelände anlässlichdes zehnten Geburtstags von SecondLife. Auch die Brennenden Buchstaben haben eine Parzelle erhalten und dürfen sich dort präsentieren. Wir fühlen uns ziemlich gebauchpinselt und lassen uns etwas für unsere Präsentation einfallen. Bastian Barbosa baut eine riesige Druckerpresse. Exzellente Arbeit, Bastian!




Am selben Abend liest Frank Haubold auf Barlok BarbosasRaumstation aus „Götterdämmerung – die Gänse des Kapitols“. Nach und nach haben bei uns fast alle bekannten deutschsprachigen Science Fiction Autoren gelesen. Zeit sich mal auf die Schulter zu klopfen.



Der Juni ist insgesamt sehr rührig. Am 21. Juni lesen Chapter, Zauselina und ich zum einjährigen Bestehen der Metropolis Academy im Metropolis Grid. Heidi Hensges und ich lesen am 26. Juni gemeinsam in SecondLife Stuttgart. Am 29. Juni tritt Poetry Slammer David Grashoff mits einem eigentlich für die reale Bühne konzipierten Programm „Dirty Nerd“ bei uns im Kruemelkram auf und am 30 Juni liest dort Mario Arend aus „Alles wird gut“. Mit diesen Events feiern wir auch die Eröffnung unseres Kreativdorfs.
Um das Kafé KrümelKram herum haben bis Ende des Jahres Barlok Barbosa, Moewe Winkler, Xirana Oximoxi, Michael Iwoleit, BukTom Bloch und Sina Souza angesiedelt. Zuletzt ist Markus Gersting mit seiner Hünensphäre hinzu gekommen. Auch die SIM heißt mittlerweile Kreativdorf. Und ja, wir suchen immer noch weitere Mitbewohner.


Am 6. Juli besucht uns Heidi Hensges alias Violetta Miles zu einer Krimilesung in der Rostigen Druckerpresse im Metropolis Grid. Ja, für ein paar Wochen haben wir tatsächlich drüben in Metropolis ein zweites Cafe. Auch Michael Iwoleit und OIiver Buslau treten in diesem Monat dort auf.
Wir stellen fest: Es macht Sinn noch mehr Events in Metropolis aber auch anderen OpenSims zu veranstalten.

Am 7.Juli liest Markus Gersting im SL Planetarium. Markus ist offensichtlich sofort fasziniert vom Metaversum. Mittlerweile gehört er mit seinem Blog Hydorgol zu den eifrigsten eingebetteten Berichterstattern im Cyberspace.


Mit dem Juli und den Sommerferien ergeben sich viele Gelegenheiten zum Fotografieren. Ich gönne mir morgendliche Fototouren. Für mich persönlich die perfekte Art einen Sommertag beginnen zu lassen.




Am 26. Juli stellt Marco Ansing gemeinsam mit Evie Ex Machina das Steampunk Live Hörspiel „Die letzte Instanz“ vor. Außerdem liest er Steampunk Kurzgeschichten. Barlok Barbosa und ich überraschen das Publikum gleich zu Beginn der Lesung mit einer Notfallevakuierung aus demSteampunkkeller in ein Luftschiff. Der Show-Effekt kommt gut an. Marcos Lesungebenfalls.

Am 6. August mache ich dieses Foto des Sonnenuntergangs über der Halde Hoheward.





Am 10. und 11. August  veranstalten wir im Rahmen des Relay for Life Aktion unser Cyberpunk Special 2013. Michael Iwoleit, Christian Günther, Bernhard Giersche und ich lesen Kurzgeschichten und Romanauszüge in einer von den Cyberpunks for Life errichteten Cyberpunk Metropole. Einnahmen an den dort installierten Verkaufsvendoren der Cyberpunks – nein, unser Beitrag zur Veranstaltung ist nicht kommerzieller Natur, wir lesen natürlich gratis – gehen an die Krebsforschung.


Der Sonnenuntergang am 13. August 2013 ist pures Eyecandy.



Am 16. August dürfen wir E.M.Jungmann zu ihrer zweiten Lesung im Kafé KrümelKram begrüßen. Sie liest aus der von ihr herausgegebenen Sammlung „Zur Hölle einfach weiter gehen“. Durch ein paar technische Störungen lässt sie sich nicht aus dem Konzept bringen.



Der 17. August wird zum Highlight im Sommer 2013. Auch indiesem Jahr haben wir Freunde, Blogger und SecondLifer zur Party eingeladen. Wir sind begeistert, denn zum Pixelgrillen erscheinen viele gute Freunde, die teilweise erhebliche Anfahrten auf sich genommen haben. Markus Gersting alias Hydorgol und BukTom sind dabei, ebenso Chapter Kronfeld und Bernhard Giersche, Heidi Hensges und Michael Iwoleit. Ludger und sein Sohn Leif erscheinen ebenfalls, genauso wie June Brenner und ihr Freund. Toller Tag, Leute und danke dass ihr da wart. Und keine Sorge: Der nächste Sommer kommt.




Am 30. August erreicht mich sinnigerweise das Belegexemplar von Exodus 30 mit meiner Story „Grosvenors Räderwerk“.Es ist meine erste Steampunk Kurzgeschichte.




Am 21. September lese ich Steampunk in „Dorenas Welt":Richtig, das ist ein eigenes kleines Grid auf OpenSim Basis – und mit einem reizenden Strandcafe.


Am 6. Oktober treten wir live und real in derKulturwerkstatt Meiderich auf. Ich lese dort meine Story „Grosvenors Räderwerk“. Danke für die Organisation, Markus!



Seit 2011 veranstalten wir in jedem Oktober das FdL. Das ist auch in diesem Jahr nicht anders. Hydorgol stimmt die Gäste schon einmal miteiner zweiwöchigen Interviewserie in seinem Blog auf das Großereignis ein. Diesmal ist nicht nur SecondLife sondern auch Metropolis Austragungsort für das virtuelle Megaevent.
Wir starten am Donnerstag, den 17. Oktober mit einer kleinen Panne im Verlauf des Abends. Doch danach läuft das FdL 2013 wie geschmiert undes gelingt uns tatsächlich, die Zuschauerzahlen von 2012 noch zu toppen. Nach fünf Tagen FdL kriechen wir auf dem Zahnfleisch, aber es hat sich gelohnt. 



Am 14. Oktober bin ich 44 Jahre alt geworden. Am 27. Oktoberfeiern wir das in kleinen Freundeskreis nach. Einer der besonders guten Abende in diesem Jahr. Vielen lieben Dank noch einmal an alle Freunde, die dabei waren!





Am 16. November liest Autor Uwe Laub live in SecondLife aus seinem Thriller „Blow Out“. SecondRadio überträgt live. Mit der eigens von ihm dafür gebauten Bohrinsel setzt Barlok Barbosa Maßstäbe für Bühnenbilder in der virtuellen Welt. Großartige Lesung in faszinierender Kulisse.




Ich selbst trete am 30. November in der Bibliothek auf der Meisterbastler SIM auf und lese dort zwei Science Fiction Stories, in denen es um Kunst und Künstler geht.

Am 15. Dezember dürfen wir Frank Haubold zum zweiten Mal in diesem Jahr live erleben. SecondRadio überträgt seine Lesung aus „Götterdämmerung: Das Todes-Labyrinth“.




Und jetzt wird es Zeit, sich an die Vorbereitungen für das Jahr 2014 zu machen.
Wir sehen uns!

1 Kommentar:

  1. Guten Tag.
    Sehr umfassend, interessant und beeindruckend! Danke! Nicht alles konnte genannt werden, nicht alles war gleich wichtig, ganz klar. Ich habe mich gefreut, im April nach langer Zeit auch wieder einmal eine Lesung gemacht gehabt zu haben, die war eingebunden in das eBook- Festival, im SL - Planetarium.
    http://buktomblog.blogspot.de/2013/04/nachklapp-sf-lesung-und-fotos.html
    Und beim FdL war ich ja nicht nur "location - Geber", sondern habe auch die Grandville- und die Arcimboldo - Ausstellungen durchgeführt.

    http://buktomblog.blogspot.de/2013/10/sl-secondlife-fdl-fdl13.html

    Und auch ich durfte ja ein paar Objekte auf einer Ecke des Kreativdorfes aufstellen.
    http://www.youtube.com/watch?v=iijijxSyLz4

    Soweit meine kleinen, subjektiven Ergänzungen.
    Auf ein kreatives und literarisches 2014!
    Ist alles nicht so doll und nicht so wichtig, schon klar - nur ganz so träge, wie es ansonsten vielleicht erscheinen möchte, war ich dann auch wieder nicht.
    :-)
    MfG
    BukTom Bloch

    AntwortenLöschen