Samstag, 4. Januar 2014

Ich stelle gerade fest, dass ich nicht der einzige Böllerhasser bin...


Ernsthaft. Ich kann Knallkörper AUF DEN TOD nicht ausstehen. Hochbegabung und Hypersensibilität liegen nun mal dicht beieinander und nichts reißt einen Schöngeist wie mich so sehr aus seinen Traumwelten wie eine grundlose Explosion.
Ich finde ja schon aus dem Toaster springende Weißbrotscheiben grenzwertig, aber das Platzen eines Chinaböllers  in meiner Nähe lässt bei mir gewisse filigrane Sicherungen blitzartig durchbrennen. 
Mich kotzen diese mit Knallkörpern um sich werfenden Bombenleger vor, nach (und eigentlich auch während) Sylvester an. Böller bieten doch keinerlei reizvollen Sinnenseindruck an, außer einem Nervenzellen zerfetzenden Amplitudenpeak. Wozu also?
Meine Vermutung: Der Knall verschafft dem Zünder schnelle Erleichterung, weil er nach der Detonation vergessen hat, welches Problem ihn vorher mal wieder überfordert hat.
Böllerwerfern möchte ich ihre Akustikbomben liebend gern ins Maul stecken. Den so entstehenden Krater von Wange zu Wange könnten wir dann als "Böllerlächeln" bezeichnen. Und auch die Zahnärzte würden sich drüber freuen. 


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