Freitag, 14. März 2014

Einfache aber effektive Erziehungsmaßnahmen für das soziale Umfeld von Bloggern, Schriftstellern und Kreativen...



Als äußerst viel beschäftigter Mann, der praktisch durchgehend arbeitet, ist eine störungsfreie Arbeitsumgebung für mich unerlässlich. Leider nimmt das Bedürfnis nach persönlicher Kommunikation bei einigen Mitmenschen pathologische Züge an und so entwickelt sich mehr und mehr eine beunruhigende Tendenz zum grundlosen Anklingeln.
 Ich halte die Frage meines Nachbarn, ob ich erwarte, dass ER meinen Rasen schneiden soll, für eine Rhetorische. Es besteht also kein Grund für ihn, sie jedes Frühjahr  zu wiederholen und dafür auch noch bei mir zu klingeln. 
Davon abgesehen zeigt mir die persönliche  Erfahrung der letzten 10 Jahre, dass mich über meine Haustür üblicherweise weder interessante, oder erfreuliche Neuigkeiten noch irgendwelche Pakete erreichen. In 10 Jahren waren es maximal 2 Lieferungen, eine davon für die Nachbarn. Statt einer Freude wurden mir so lediglich Umstände bereitet. 
Meine Faustregel: Was durch diese Tür kommen soll und mein Leben verschönert, hat einen eigenen Schlüssel. Wer keinen Schlüssel hat, kann anrufen und hoffen, dass ich antworte.
Es kann außerdem nicht angehen, dass Tonaufnahmen, oder Live-Lesungen durch soziopathische Klingeldrücker beeinträchtigt werden. Das schulden wir unseren Zuhörern.
Durch eine praktische Vorrichtung aus auf den Türknopf aufgeklebten Reißbrettstiften erziehe ich jetzt vor allem notorische Spätklingler. Gerade nach Sonnenuntergang und bei abgeschalteter Außenbeleuchtung funktioniert sie nämlich besonders effektiv.
Der Schmerzensschrei ist im Gegensatz zum Klingeln  durch zwei Türen angenehm gedämpft und  Verbandsmaterial suchen die meisten sowieso lieber zuhause. Funktioniert bisher ganz fabelhaft. 
Semikriminelle Klingelmännchenterroristen hinterlassen neuerdings bei mir nicht mehr nur Fingerabdrücke, sondern gleich ein Tütchen mit Fingerkuppen. Ungemein praktisch. Mir allerdings bis jetzt noch ein Rätsel, warum neulich auch ein Ohrläppchen dabei war...Ja, das war ein Scherz.
An eisigen Tagen hat sich übrigens eine andere Methode bewährt. Einfach Wasser auf die Stufen zur Haustür schütten. Wer dann noch versucht, den Klingelknopf zu erreichen, ist offensichtlich unbelehrbar...(Ich muss vom tatsächlichen Einsatz dieser Methode dringend abraten.)

Nein, nicht ALLES, was ich hier schreibe, ist tatsächlich so passiert. Ich lasse nur gern meine Fantasie spielen. Aber die Anti-Klingelvorrichtung ist echt. 
 

1 Kommentar:

  1. Hier wäre anzumerkeln, dass es eine gewaltige Gefühlseruption in den Merkelzellen nach sich zieht, wenn BDSM-Verfechter versuchen, den 2ten Sensor von links zu drücken. Dieser, mit schwarzer Haube überstülpte Nagelflansch, besitzt, bei lupenreinem Nahbeschauen, einen kleinen aber wirksamen Widerhaken im Bereich der Spitz-Sensorik. Der Konstrukteur dieses Tools könnte u.U. mittels einer Blutauffangwanne in die Blutwurstherstellungsgilde einsteigen.

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