Mittwoch, 23. Juli 2014

Gelesen: "Spirale" von Paul McEuen...



Biologische Waffen regen die Fantasie von Thrillerautoren an. Vor allem dann, wenn sie selbst Experten für Nanotechnologie sind, so wie Paul McEuen.
In seinem Roman „Spirale“ lässt er einen tödlichen Pilz auf die Menschheit los. Wobei die von ihm beschriebene Biowaffe eigentlich schon im Zweiten Weltkrieg entwickelt wurde. In einem amerikanischen Roman konnten natürlich nur die Japaner dafür verantwortlich gewesen sein. Uzumaki  nistet sich in den Körpern von Personen ein, die schon einmal mit Antibiotika behandelt wurden.  In den 1940er Jahren wären das fast ausschließlich nur Amerikaner und Europäer gewesen. Der Einsatz im zweiten Weltkrieg als Vergeltungsschlag für Hiroshima und Nagasaki  misslingt und die USA verbuddeln den letzten verbleibenden Behälter mit Uzumaki in einem ihrer Labors. Doch sechzig Jahre später gelangt eine mysteriöse Killerin in den Besitz des tödlichen Pilz.
McEuens Spirale ist hoch rasant, spannend und unterhaltsam. Der hohe Wissenschaftsgehalt, bremst nicht aus. 
Es gibt übrigens auch Roboter. Jede Menge. Die fingernagelgroßen Crawler sind für mich die eigentlichen Stars des Buchs. Ich will welche. Am besten eine ganze Glaskugel voll.
Allerdings stößt es schon etwas auf, dass nur Asiaten böse sein und nur amerkanische Ex-Soldaten die Welt retten können. Und die Welt ist selbstverständlich Amerika. Ach ja: Die Jungs von der DARPA sind selbstverständlich die netten Computerbastler von nebenan.
 Sieht man darüber hinweg, ist Spirale ein dynamischer High Tech Thriller wie ihn ein Crichton auch nicht besser hingekriegt hätte.

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