Donnerstag, 16. Oktober 2014

Gelesen: "Creature"...



Dave Freedmans Thriller  „Creature“ stand schon seit geraumer Zeit im „Ungelesen“-Fach.
Zur Handlung:  Eine neue Rochenart taucht aus den Tiefen des Ozeans auf – und entdeckt den Vogelflug und das Land für sich. Einige Forscher folgen den Spuren der neuen Spezies und werden dabei Zeuge eines Evolutionssprungs. Die Entwicklung der Lebensform schreitet rapide voran und schon bald wird sie zu einer Bedrohung für die Bevölkerung an der Küste.
Erinnert im Ansatz etwas an Schätzings Schwarm, wurde meinen Erwartungen aber leider nicht gerecht.
Freedman kann sich über 200 Seiten nicht wirklich entscheiden, wer nun eigentlich sein Hauptdarsteller ist. Charaktere gibt es viele, aber die zeichnet er nur oberflächlich, während seine Forschercrew grundlos mehrere hundert Seiten lang im Kreis fährt.
Dem Monstrum lässt er von vornherein keinerlei Geheimnisse, setzt uns ins Bild über seinen Ursprung und seine Physiologie. Absolut verheerend ist Freedmans Entscheidung, große Teile der Geschichte aus der Perspektive der Kreatur zu erzählen.
Unsere Fantasie, der Motor jeder guten Horrorstory ist nicht mehr gefordert und so schleppt sich „Creature“ nur sehr träge über die ersten 250 Seiten. Es ist tröstlich, dass Freedmans Roman wenigstens in der zweiten Hälfte etwas an Fahrt aufnimmt. Genug Schub um das Finale doch noch zu erreichen.
„Creature“. Nicht wirklich schlecht für einen Erstlingsroman aber zu zahm und zu träge und viel zu belanglosen und blassen Hauptfiguren, um mich in seinen Bann zu schlagen.  

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