Sonntag, 5. Oktober 2014

Gone Girl gesehen...

Unspektakulär gefilmt, visuell eher schlicht und damit untypisch für einen Fincher. Dass "Gone Girl" von seiner Hand stammt, verrät diesmal nicht des Meisters übliche Bildgewalt, sondern die Komplexität der Geschichte. Deren Plot ist nur auf den ersten Blick altbacken. Eine Frau ist spurlos verschwunden, der Verdacht gegen ihren irritierend unaufgeregten Ehemann erhärtet sich mehr und mehr - auch beim Zuschauer.
Die Spannung lädt sich beiläufig auf der subtilen Ebene auf, hevorragend getragen von Trent Reznors atmossphärisch dichtem, gelegentlich verstörenden Soundtrack. Das Drehbuch ist einem Ben Afflec als lakonisch desinteressiert agierenden Ehemann so gut auf den Leib geschrieben worden, dass er schauspielerisch an keinem Punkt überfordert wird. Ein unerwarteter aber starker Fincher. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen