Sonntag, 2. November 2014

Halloween 2014 im Kreativdorf: Besucherrekord mit fast 50 Avataren...

Notfallpaket bei Stimmproblemen. So löst das Anja Bagus. Bild: Anja Bagus

Zuschauer und Aether. So sieht eine extrem gut besuchte Lesung aus. Bild: Clairediluna Chevalier

Noch kurz vor der Lesung. Bild: Clairediluna Chevalier

Anja Bagus und Zauselina. letztere in einem entzückenden Kürbiskostümchen. Bild: Clairediluna Chevalier

Ich dachte, ich versuch mal Mascara... Bild: Clairediluna Chevalier

Bild: Markus Gersting

Lesung bei Wilfried Virtuell.  Bild: Markus Gersting

Bei Sabine Schäfers. Bild: Markus Gersting

Und bei Jan-Tobias Kitzel. Bild: Markus Gersting
Und bei Bernar LeSton vor der BeyondAffinity Filiale in SL. Bild: BukTom Bloch



Anja Bagus konnte sich gestern gleich zu Beginn über rund 45 Zuhörer bei ihrer Lesung aus "Waldesruh" freuen. Mit Anja zu lesen ist immer wieder ein großer Spaß. Sie trägt, wie man so schön sagt, mit Inbrunst vor und das maist natürlich ein Erlebnis für die Zuschauer. Gestern hatte Anja noch kurz vor der Veranstaltung ein Bild von den wichtigsten Utensilien für ihre Lesung gepostet: Salbeibonbons, Ginger Ale und Krakenrum. Wir erklären das jetzt mal hoch offiziell zum Notfallversorgungspaket bei Stimmproblemen!
Sorry übrigens für meinen grausigen badischen (oder was auch immer) Dialekt. Der war natürlich nur lautsprachlich abgelesen. 
Da viele Besucher schon sehr früh eintrafen, ergab sich natürlich auch die Gelegenheit, die extrem detailverliebte Kulisse zu bestaunen, die Barlok Barbosa für die Lesung gebaut hat. Das Hotel "Waldesruh" aus Anjas gleichnamigem Roman. Sehr begeistert wurde die Möglichkeit zum Eislaufen vor dem Haus genutzt. Und ich war sehr dankbar für die Chance, meinen neuen Flammenwerfer an beweglichen Zielen auszuprobieren...

Nach Anjas Lesung verwandelte sich das Halloween Event in so etwas wie ein kleines FdL.(Ja, wir vermissen es schon sehr in diesem Jahr.)  Wir sind mit den Zuhörern durch ganz Kreativdorf sozusagen von Haus zu Haus gezogen und von Literaturhäppchen zu Literaturhäppchen. 
Kirsten alias Zauselina las ihre Story "Schwarzer Tod" aus der Begedia Anthologie "24 kurze Albträume". Es war mir ein besonderes Vergnügen, dabei den Part der schizoiden Stimmen zu übernehmen. 
Den geplanten Zehnminutentakt konnten wir zwar nicht einhalten, was natürlich auch absehbar war. Dafür lauschten den nachfolgenden Autoren durchschnittlich rund 35 Zuhörer.
Wilfried Virtuell bestätigte, was ich schon immer geahnt habe: Software Entwickler nutzen in Wirklichkeit schwarze Magie. Sabine Schäfers faszinierte mit einer eindringlichen Geschichte über den Tod. Auch Jan-Tobias Kitzel widmete sich diesem Thema, allerdings in einem postapokalyptischen Szenario, irgendwo tief in einem Bunker, der seinen Insassen keinen Schutz mehr bieten kann. Bernar LeSton gönnte uns bei seiner ersten virtuellen Lesung Fantastik in einer tragischen Story, die im vorletzten Jahrhundert angesiedelt ist. Demnächst sollte es mal ein einstündiger Auftritt werden, Bernar, was meinst Du? Markus Gersting ließ in seiner Story Strickcomputer existentiell-philosophische Streitgespräche führen und schließlich rundete BukTom Bloch den Abend mit einer kleinen, gemeinen, gut vorgetragenen Story ab, nach der ich nun endlich verstehe, warum er immer nur Kartoffeln auf den Grill legt. 

Im Laufe des Abends wanderten auch mal Zuhörer ab, dafür kamen nachträglich immer wieder neue Gäste hinzu, so dass tatsächlich die magische 50er Marke geknackt wurde. Freut uns natürlich sehr. (Wir sind seit gestern mit gegenseitigem Schulterklopfen beschäftigt.) Schön auch Autoren-Kollegen wie Susanne O´Connell, Sean O´Conell, Marcus R. Gilman und Alex Jahnke im Publikum zu sehen.

Vielleicht liege ich da falsch, aber ich habe den Eindruck, dass wir mit unseren Veranstaltungen in SecondLife mittlerweile eine kleine, aber ganz besondere Bühne für Schriftsteller etabliert haben. Das Konzept erfreut sich offenbar immer größerer Beliebtheit. Ungeachtet der Tatsache, dass die Medien-Nische "virtuelle Lesungen" oft für belanglos gehalten wurde, findet sie nach und nach ein wachsendes Publikum  - im schrumpfenden Grid und außerhalb.
Großen Anteil haben daran mit Sicherheit auch die Bühnenbilder, die Barlok Barbosa, Bastian Barbosa oder Clairediluna Chevalier bauen.
Da lässt sich mit Sicherheit noch mehr draus machen. Ideen haben wir jedenfalls jede Menge.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen