Samstag, 4. Juli 2015

Sechsstündige Umzugsaktion am heißesten Tag des Jahres...

Mein Stiefsohn zieht mit seiner Liebsten in eine größere und auch schönere Wohnung. Klar, da hilft man gern. Erst sieben Stockwerke wieder runter, dann drei wieder rauf. Es kann nicht schaden, mich ab und zu daran erinnern zu lassen,  warum ich körperliche Arbeit zutiefst verabscheue. 
Überhaupt diese Sache mit dem Bewegen ist einfach nicht meins. 
Ich befinde mich heute Abend  in  dem Zustand, den Sportler anstreben. Komplett ausgepowert, völlig erschöpft, der Kopf ist frei. Das allerdings nur, weil der Stoffwechsel keine Ressourcen mehr freisetzen kann, um noch geistige Arbeit zu leisten. Sorgenfrei zwischen zwei unterdurchbluteten Hirnhemisphären. Ich spüre wieder einmal sehr deutlich, warum ich exakt diesen Zustand möglichst vermeiden will. 
Was sich so anfühlt, kann nicht gesund sein.  Noch während ich diese Zeilen tippe, weist mich ein Krampf im Oberschenkel nachdrücklich darauf hin, demnächst mehr auf mich zu achten. Nur kurze Wege bis zum Kühlschrank und immer zweimal überlegen, ob es nicht doch einen noch näheren Parkplatz vor dem Geschäft gibt. Aber bitte nur Läden ohne Treppen.
Würde jetzt gern ein Nickerchen machen, aber wenn man bei 29 Grad im eigenen Saft schmort, will sich Schlaf einfach nicht einstellen. Trotzdem: Immerhin was geleistet und es war kein Sport. Das wichtigste aber: Die Kids haben Spaß an ihrer neuen Hütte und dafür mache ich dann auch mal eine Ausnahme. 
Zur Belohnung gibt`s nach Sonnenuntergang draussen auf der Terrasse eine Zigarre und die nächste Zombiekurzgeschichte aus der Anthologie, die ich gerade lese. Heute weiß ich, wie diese Jungs sich fühlen...

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