Montag, 27. Juli 2015

Zurück aus London...

Ja, wir mussten mal raus und haben die lange geplante Fahrt nach London in die Tat umgesetzt. Vier Tage zwar nur, aber die haben wir so gut wie möglich genutzt.  Und ja, ich war jetzt auch im Forbidden Planet, habe dort eine Vielzahl von Dingen gesehen, die mein Herz begehrte, aber nix davon gekauft. 
Ja klar. Selbstverständlich hat London noch viel mehr zu bieten als erlesenen Nerdbedarf. 
Das führt dann leider schnell dazu, dass eine solche Tour sich in eine sportähnliche Veranstaltung verwandelt. Ich brauche einen Segway. Obwohl ich eher der Typ für einen Bentley mit Chauffeur mitten in der Fußgängerzone wäre, das wissen wir ja alle.
Abenteuerlich gestaltete sich vor allem die Nutzung von Bahnen und Bussen. Wir haben dabei gleich mehrere lustige Überraschungen erlebt. Highlight eindeutig ein Ticket-Automat in East Croydon, der zwar 11 Pfund kassierte, dafür aber keine Fahrkarte ausspuckte. Ja, ich habe die Kohle wiederbekommen, sogar ziemlich zügig. Nur fiel uns leider erst zu spät auf, dass Kirsten, die den Automat vor mir benutzt hatte, schon gar nicht mehr das zweite Ticket erhalten hatte. Wenn man die Fahrkarten hier in Deutschland gewohnt ist, denkt man sich nichts dabei, wenn nur eine einzige aus dem Automaten kommt. 
Der Stressfaktor bei Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel scheint übrigens nicht nur für Touris aondern auch für die Fahrer sehr hoch zu sein. Gestern wurden wir Zeuge einer Beinaheschlägerei zwischen einem Busfahrer und einem Taxifahrer. Sehr amüsant bei dem Disput: Die hochfrequente Nutzung des Wortes "Arschloch". 
Gegenüber Besuchern der Stadt gibt sich der Londoner dennoch stets freundlich. Zumindest solange man nicht selbst als Autofahrer auftritt! Dann läuft man sofort unter "Todfeind". 
Ach ja: Wer ausgelacht werden möchte, wartet in London, bis die Fußgängerampel grün wird. Dann lauert nämlich die wahre Gefahr. Londoner Automobilisten kennen keine Tolerenz für Zweibeiner, die an die Legende von der Grünphase glauben.
Übrigens: München, Düsseldorf und Berlin: Gegen London seid Ihr nichts weiter als ein Dorf am Sonntagmorgen. Wir werden die Provinz nie mehr ertragen können. 
Wohin in London? Unser Tipp: Rein in die Seitenstrassen. Und bloß keine Zeit mit Führungen vertrödeln!
Begeistert waren wir auch von unserer Unterkunft. Für einen sehr moderaten Preis bot man uns erstaunlichen Luxus, wie man ihn sonst nur aus Hotels der gehobenen Kategorie kennt. Funktioniert natürlich nur, wenn man bereit ist, jeden Tag 20 Kilometer  mit dem Zug in die Stadt zu fahren. Im Zentrum zahlt man selbst für Hostels astronomische Summen und wird dafür mit authentischem Atombunkerflair verwöhnt.
Ne war schön. Aber anstrengend. Abgezählte Kurzwochenende, wie sie in meinem Beruf irreführenderweise als "Große Ferien" bezeichnet werden (Der Gipfel des Zynismus!) sind für sowas einfach zu kurz.



Calais liegt hinter uns.

Kueperpunk in Urlaubsstimmung.

Zauselina ebenfalls.

Möwe  im Tiefflug.

Lovecraft auf Spanisch. Von der Liebsten im Sodinger Bücherschrank aufgespürt und mit auf die Reise nach England genommen.

Erstaunlich, dass wir rein durften.

Dover.


Chinatown leicht cyberpunkig.

Seit 63 Jahren gespielt: Die Mausefalle.

Zwei Gentlemen in Covent Garden. Es ist merkwürdig. Auf den Bildern meiner Frau sehe ich immer aus, als hätte ich einen Bauch!

Kommunikation von Zeuge an Opfer.

Was mit Bäumen im Hydepark passiert, wenn sie mit englischem Kaffee gegossen werden.

Ja,ich wollte es schon immer mal real sehen. Chairhendge.Etwas holziger als erwartet. Man vermutet,  es könnte sich um einen Kalender gehandelt haben. Oder es st eine Kultstätte für Pädagogen, die einen Sprechstein im Kreis herumlaufen lassen.


Schöne Pubs.


Schöne Menschen. Aber skeptisch.
Zahlen sie niemals 15 Pfund für einen Regenschirm. Nehmen sie den Original London Regenschirm für 8 Pfund. Nur echt, wenn sofort nach dem ersten Aufspannen mindestens 2 Speichen kaputt sind. Falls er unbeschädigt ist, handelt es sich nicht um ein Original. Verlangen Sie ihr Geld zurück!
Chinatown.

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