Samstag, 2. Januar 2016

"It Follows" gesehen...

Jamie verliebt sich in den mysteriösen Hugh und schläft mit ihm auf dem Rücksitz seines Wagens. Kurz darauf betäubt er sie. Als Jamie fixiert in einem Rollstuhl aufwacht, erklärt ihr Hugh, dass er, obwohl ihm dies leid täte, durch den Liebesakt einen Fluch auf sie übertragen hätte.
Von nun an werde sie von einem Wesen gejagt, das jede beliebige Gestalt annehmen  und sie durch eine einzige Berührung töten kann. Jamies einziger Vorteil ist, dass sich die Kreatur in menschlicher Gestalt buchstäblich nur im Schritttempo beweget. 
Nachdem ihr zunächst eine alte Frau folgt, sie dann nachts in ihrer Küche von einer Unbekannten attackiert wird, ist Jamie sicher, dass Hugh nicht gelogen hat. Es gelingt ihr, auch ihre Freunde davon zu überzeugen, die gemeinsam mit ihr den Kampf gegen das Wesen aufnehmen.
„It follows“ erinnert mich schon allein wegen des minimalistischen Synthesizer Soundtracks an frühe Carpenter Filme. Regisseur David Robert Mitchell erzeugt mit wenig Aufwand beachtliche atmosphärische Dichte. Sein Thriller fesselt ohne sich auf eine Aneinanderreihung von Schockeffekten zu reduzieren. Spannung baut er oft allein aus gut fotografieren Bildern auf. Noch dazu hat der mit bescheidenem Budget realisierte Streifen einen unschlagbaren Vorteil: Gleichermaßen sympathische wie glaubwürdige Hauptfiguren. Man verschont uns mit der obligatorischen Topmodel-Clique, die nur mal eben von der Stange auf den Fleischerhaken umgehängt werden.
„It follows“ ist eine nur auf den ersten Blick unscheinbare Horror-Perle. Einer der besten, wenn nicht sogar DER beste Horrorfilm der letzten Jahre.

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