Samstag, 13. Februar 2016

Gesehen: The Visit - Found Footage Familienbesuch...

Um es kurz zu machen: M. Night Shyamalan hat es für mich mit "The Visit" zurück zur alten Höchstform geschafft. Mit Höchstform meine ich übrigens "Sixth Sense". 
Nachdem manchen Filmfans das Found Footage Format mittlerweile zu den Ohren herausquillt, hat Shyamalan mal eben vorgeführt, was sich daraus noch machen lässt. Der Aufhänger ist denkbar einfach: Zwei Teenager besuchen zum ersten Mal ihre Großeltern und machen dabei eine Dokumentation über ihre Familie. Dieser Plot enthält auch die größten logischen Schwachpunkte, aber ich würde hier die Ausrede "wie das Leben manchmal so spielt" gelten lassen. Diese Kinder haben ihre Großeltern nun mal vorher noch nie gesehen. Kaufen wir es und genießen einen wunderbaren Thriller, der obwohl freigegeben ab 12 zum Finale hin noch mal dermaßen aufdreht, dass ich sensible zwölfjährige damit nicht allein lassen würde.
"The Visit" ist einer der guten Horrorfilme. Schlechte Horrorfilme arbeiten mit möglichst hoher Schockfrequenz. Permanent springen uns belebte oder unbelebte Requisiten Gesicht, stürzen fauchende Katzen aus dunkeln Ecken hervor und obwohl sämtliche Opf...äh Charaktere völlig verängstigt und bis an die Zähne bewaffnet sind schleicht man sich nach wie vor von  hinten an Freunde an, um ihnen beruhigend die Hand auf die Schulter fallen zu lassen. Trotzdem schlummern wir als amüsierte Zuschauer in der Nacht darauf selig und ohne Alpträume. 
In einem guten Horrorfilm haben wir uns eventuell kein einziges Mal erschreckt, überdenken aber nachher noch mal die Entscheidung, das Licht im Schlafzimmer auszumachen. 
In diese Kategorie passt "The Visit".
Hevorragende Arbeit. Guter Film - mehr davon!

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