Montag, 11. Juli 2016

Gelesen: "Apollo" von Jack McDevitt...



Einem Roman über Apollo Artefakte, denen Archäologen in einer weit entfernten Zukunft nachjagen, konnte ich nicht widerstehen. Dabei war mir entgangen, dass es sich um den mittlerweile siebten Roman in McDevitts „Alex Benedict“-Serie handelt.  Glücklicherweise haben sich Vorkenntnisse als unnötig erwiesen. Die Orientierung im Universum des interstellaren Antiqitätenhändlers fällt leicht.
Völlig begeistert war ich trotzdem nicht. 
Meine Probleme mit „Apollo“ haben zum einen mit meiner Abneigung gegen Fern-Zukunft-Szenarien zu tun. Ich tue mich schwer mit Darstellungen einer um 9000 Jahre weiter entwickelten menschlichen Kultur, in denen man nach wie vor in deutschen Restaurants einzukehren pflegt, um einen Sauerbraten zu genießen. Ja, diese Szene gibt es wirklich.
McDevitt tendiert außerdem dazu, seine Handlung zuweilen etwas zu träge dahin plätschern zu lassen. Statt sich in Gefahr zu begeben, gehen seine Hauptfiguren, wie schon oben erwähnt, lieber essen und üben sich in Small Talk. 
Nichtsdestotrotz ist „Apollo“ kein schlechter Roman, er ist nur eben nicht so actionlastig, wie es un der Buchrücken glauben machen möchte. Insgesamt fühle ich mich durchaus gut unterhalten und bin sicher, Kenner der Serie werden auch an diesem Teil ihre Freude haben. Wer aber einen knallharte Weltraum-Thriller sucht, der wird sich wahrscheinlich weniger für McDevitts dialoglastigen und gemächlich dahin  gleitenden Weltraum-Krimi begeistern können.
Trotzdem eine bedingte Leseempfehlung für "Apollo".

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