Montag, 25. Juli 2016

Gewisse Routineprobleme beim Versuch, einen Schrifsteller zu einer virtuellen Lesung einzuladen...




Ich geb`s ja zu: ich bin immer wieder verblüfft, wenn ich wieder einmal einen Autor aus der überschaubaren deutschsprachigen Fantastikcommunity treffe, der unsere Veranstaltungen nicht auf dem Schirm hat. Immerhin waren ja nun schon rund 120 Schriftsteller Ehrengäste unserer schätzungsweise 350 Lesungen. Trotzdem kommt es immer mal wieder zu amüsanten Szenen wie dieser:
Ich versuche gerade mit Feuereifer einen gerade noch enthusiastischen Autorenkollegen von einer Lesung zu überzeugen, etwa mit einem Satz wie diesem: „Du stehst also auf der Tragfläche eines brennenden abstürzenden Flugzeuges, aus dessen aufgerissenem Rumpf Exemplare deines Buches auf die Zuhörer prasseln...“ und einem plötzlich sehr irritierten Schriftsteller wird klar, dass ich entweder über unglaubliche Finanzmittel verfüge, oder dass ich das mit der Lesung irgendwie anders gemeint haben muss.
Das sind dann die Fälle, in denen ich gern ausführlich und unterstützt durch ein Beispielvideo erkläre, wie so eine virtuelle Literaturveranstaltung funktioniert. Nein, es gelingt mir nicht, jeden dafür zu begeistern. Aber es kommen doch immer wieder neue Kollegen hinzu, so dass wir ein ziemlich abwechslungsreiches Programm bieten können. Probiert es einfach mal aus.
Übrigens nur so unter uns (hier Augenzwinkern einfügen): Bei virtuellen Lesungen bekommt ihr mehr Publikum als bei den "echten".

1 Kommentar:

  1. Als Fantastik-Autor sollte einem doch so ein Quäntchen Entdecker- und Abenteuerlust im Blute liegen? Und "neue" Medien sollten doch vor allem Ansporn sein, statt Grund zur Skepsis. Die Lesungen bei den Brennenden Buchstaben sind immer auch optisch ein Erlebnis. Man kommt mit Lesern in Kontakt ohne das heimische Arbeitsumfeld zu verlassen, das ist also auf jeden Fall auch was für Introvertierte. Und 25 bis 30 Zuhörer sind einem gewiss. Ich habe schon Lesungen vor deutlich kleinerem Publikum besucht ;)

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