Donnerstag, 18. August 2016

Gesehen: "Deadpool"...

Ich bin nach wie vor hingerissen von diesem Meisterwerk. Superheldenkino auf dem nächsten Level mit einem überragenden Ryan Reynolds, der ja nun mittlerweile auf eine längere Vergangenheit als Rächer in Ganzkörperstrumpfhosen zurückblicken kann. Selbst den Deadpool hat er bereits gegeben, wenn auch in einer ziemlich schlechten früheren Interpretation als Gegner von Wolverine.
Diesmal jedoch ist alles viel besser. Man schließt den lustigen Vogel im roten Leder mit seiner Vorliebe für Masturbation, Schusswaffengebrauch und Gehässigkeiten einfach sofort ins Herz. Wunderbar die Situationen, in denen unser Held kackendreist direkt mit dem Publikum interagiert, so wie es einst das Markenzeichen von Oliver Hardy war. Eindeutiger Höhepunkt, was diese Art von Gag angeht, ist es, wenn Deadpool aus dem Film auf die Metaebene greift und die Kamera wegdreht, bevor er einem seiner Gegner die Fingerchen bricht.Sehr gelungen fand ich auch Colossus und seinen weiblichen Sidekick Negasonic Teenage Warhead. Letztere ist mir schon allein als Social Media Freak äußerst sympathisch. Colossus ist ein wahrer Gentleman, der sich selbstverständlich abwendet, falls seiner Gegnerin der Busen aus der Auslage rutscht. Sehr charmant. Weniger charmant, die Gegenaktion der Dame. Aber es sind gagreiche Duelle wie diese, die Tim Millers Film zu einer herrlich eigenwilligen Show machen.
„Deadpool“ ist vom ersten Headshot bis zum lakonischen letzten die reine Wonne und ein wahres Fest für Actionfans. Wobei sich nicht leugnen lässt, dass da Budget-technisch mehr drin gewesen wäre.
Trotzdem: Für mich ist „Deadpool“ die vermutlich beste Marvelverfilmung aller Zeiten, wobei Wolverine und Blade 1 (trotz blödsinniger Story) ebenfalls Kandidaten wären.

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