Sonntag, 11. September 2016

Das FdL 2016: So viel Arbeit kann das doch nicht sein - oder wie ihr uns dabei helfen könnt...



„Ein virtuelles Literaturfestival. Soviel Arbeit kann das doch nicht sein. Du lädst ein paar Autoren ein und das war`s.“
Um ehrlich zu sein, haben wir das vor unserer ersten Großveranstaltung in SecondLife im Jahr 2011 in all unserer Naivität genau so gesehen.
Mittlerweile haben wir vier FdLs und vier BB E-Book Events absolviert und dabei tonnenweise Erfahrung gesammelt. Trotzdem sind wir in jedem Jahr wieder überrascht, wie viel Arbeit nötig ist, bevor so ein großes Ding über die Bühne geht.  Darüber wollen wir gleich auch noch ein paar Worte verlieren.
Aber zunächst noch mal zu der oft gestellten Frage, warum man überhaupt virtuelle Großveranstaltungen organisiert. So richtig dankbar ist das doch nicht, oder? Es ist doch keiner wirklich da. Geld gibt’s auch nicht. Ist doch bloß am Monitor. Da fehlt doch das ganze Con-Feeling.
Das sehen wir anders.
Virtuelle Veranstaltungen zu planen und umzusetzen,  ist eine äußerst dankbare Tätigkeit.
Immer nur Texte im stillen Kämmerlein produzieren und auf deren Veröffentlichung und die gelegentlichen Reaktionen dazu warten, das allein kann es auch nicht sein. Wir wollten noch mehr daraus machen und dabei gleichzeitig mit anderen Machern und Autoren zusammenarbeiten.
Eine Möglichkeit wäre die Organisation von Realevents. Doch die scheitern schon oft allein an deren Räumlichkeiten, an Terminen, an der Möglichkeit Schriftsteller und Zuhörer an einem Ort zusammen zu bringen. Probleme, die bei virtuellen Lesungen nur eine untergeordnete Rolle spielen.  Und um das Vorweg zu nehmen: Die Belohnung, das sind die Bühnenbilder, das Zusammenspiel von Kulissen und Lesungen und der Abend mit Gästen und Zuschauern selbst.
Aber worüber wir eigentlich berichten wollten, ist der Zeitaufwand, der sich hinter einer Veranstaltung wie dem FdL 2016 verbirgt.
Es stimmt schon: Man muss eigentlich nur Schriftsteller und Künstler einladen und damit ist das Event schon halb fertig, oder?
Na ja, einen Zeitplan sollte man schon aufstellen. Und natürlich kann man das nicht einfach über den Kopf der Teilnehmer hinweg machen. Das FdL läuft Freitag, Samstag und Sonntag. Nicht jeder kann an jedem Tag.
Zuerst muss der Programmplan entstehen. Dann erst planen wir ein, wer wo lesen wird – Änderungswünsche vorbehalten – wer also von welchem Veranstalter, meint hier den Besitzer des jeweiligen Ortes, betreut wird. Ein bisschen versuchen wir auch, unseren Freunden ihre Wunschkünstler zuzuspielen. Eben, sie sind alle unsere Freunde und deswegen klappt das nicht immer genau so. Andererseits hat sich auch noch nie jemand darüber beschwert, wer bei wem liest, ausstellt, oder spielt.
Den Programmplan entwerfen wir im Verlauf von ein oder zwei Tagen. Zumindest die Basisstruktur. Ändern kann sich natürlich immer noch was. Damit ist die Arbeit am Plan selbst aber immer noch nicht beendet. Denn die Veranstalter müssen ja wissen, wer bei ihnen auftritt und was für ein Bühnenbild gebraucht wird. Barlok, Bastian, Buk, Claire, der Hauptmann, John und Samiraa legen sich nämlich gern ins Zeug, um ihren Stars die perfekte Kulisse zu bieten. Okay, Profis wie sie sind, nehmen sie die Gäste meistens schnell selbst unter ihre Fittiche und bereiten die Locations vor.
Aber irgendwas fehlt noch.
Ach ja: Ein Plakat muss her. Na dann suchen wir uns mal eben die Profibilder aller Teilnehmer heraus und baten daraus was Hübsches. Einige sind durchaus eitel und lassen eigens für den Anlass noch einen neuen Schnappschuss machen. Hält ein bisschen auf, aber nach ein paar Stunden haben wir ein Plakat, mit dem wir werben können.
Apropos Werbung. Ja, da müssten wir wohl auch was machen. Wenn niemand davon weiß, kommt ja auch niemand.
Wie machen wir eigentlich Werbung für unser FdL 2016?
Natürlich, der Programmplan ist ja schon online. Aber wo eigentlich? Damit man ihn findet, bauen wir den Programmplan als Reiter in unsere Blogs brennendebuchstaben.blogspot.de und www,kueperpunk.de ein. Dank der unglaublich hohen Besucherzahlen dort würde das FdL ein großartiges – und extrem einsames Event bei dem wir getrost gleich rollende virtuelle Tumbleweeds in die Bühnen integrieren könnten. Das und zirpende Grillen als Hintergrundgeräusch.
Nein, keine Angst, es kommen Besucher, aber wie kriegen wir das hin?
Zu erst bauen wir mal eine Veranstaltung bei Facebook und laden dazu alle Beteiligten ein. Wenn die schön brav die Einladung annehmen, können sie ihrerseits ihr eigenes Publikum einladen.


FdL 2015: Bei Sabine Schäfers Lesung brennt die Hütte...äh Cafe. Bild: BukTom Bloch

Noch dazu tragen wir jede einzelne, der im Halbstundentakt stattfindenden Lesungen und Ausstellungen in unseren Google Kalender ein. Den kann kam auf großen Informationsschildern in SecondLife selbst einsehen.
Natürlich machen wir auch in SecondLife Werbung mit Plakaten vor allem über Gruppennachrichten in unserer und befreundeten Gruppen und das von Woche zu Woche mit steigender Häufigkeit. In der letzten Woche dann jeden Tag.
Das allein würde aber noch nicht reichen. Natürlich tragen wir das FdL auch in Foren und Veranstaltungskalender ein, die zu Thema und Genre passen. Slinfo.de, sf-netzwerk.de, sf-fan.de.
Natürlich dürfen wir nicht versäumen, die Threads durch mindestens wöchentliche Aktualisierung immer wieder nach oben zu schieben.
Den größten Anteil machen aber möglichst häufige Postings auf unseren Facebook Accounts, in passenden Facebook Gruppen, bei Twitter und bei Google Plus aus.
In der letzten Woche erfolgen diese Einträge täglich.
Dass der Programmplan längst online ist, hatte ich oben erwähnt, oder? Er ist übrigens voll funktionsfähig, enthät Links zu Websites der Künstler, zu Informationsseiten über Bücher und natürlich SLURLs. Durch einen Klick wird man an den richtigen Ort in SecondLife transportiert.
Diesen Plan gibt es natürlich auch inworld. Als Notecard mit allen Veranstaltungen und Landmarks, die interessierte Avatare an den richtigen Ort bringen. Diese Version des Programms herzustellen, ist eine extrem beliebte Tätigkeit, um die wir uns regelrecht prügeln. Nicht.
Fast hätte ich es vergessen:
Natürlich ist da auch noch das Festival selbst. In diesem Jahr werden wir dafür vom 7. bis 9. Oktober rund 20 Stunden online verbringen. Wir werden moderieren, im Hintergrund kleine Probleme lösen, live per Group Notice und auch bei Facebook immer wieder die aktuellen SLURLs pünktlich vor jedem Programmpunkt posten. Aber vor allem werden wir auch mitlesen. In den nächsten Wochen wird hier ein dicker Textstapen entstehen, denn wir werden natürlich wieder Parts in den Lesungen übernehmen.
Nicht dass wir uns darüber beschweren. Wir wollen es ja gar nicht anders. Nur erwähnen wollten wir es so ganz nebenbei mal. 
Bleibt eigentlich nur noch eine Frage: Wie könnt ihr uns als Teilnehmer, Organisatoren oder Besucher dabei helfen?
Indem ihr die Ankündigung des FdLs auf euren eigenen Accounts und Blogs postet.  Das Festival erwähnt oder begeisterte Berichte über eure Erlebnisse in den letzten Jahren verbreitet. Irgendwann im Laufe der nächsten zwei Wochen und dann noch mal kurz vor dem FdL 2016.
Wir wären wirklich begeistert.
Und falls ihr noch nie dabei wart schaut doch einfach mal rein. Wir freuen uns auf euch.

Zum FdL Programmplan...

Zur FdL-Teamseite...

Zur Ankündigung des FdL 2016...

Und hier zu einem Crashkurs für alle, die noch nie eine Veranstaltung in SecondLife erlebt haben, es nun aber mal versuchen möchten...

1 Kommentar:

  1. was anbieten zur lesung trau ich mich nicht aber ich werde versuchen mich einfach mal bei euch reinschleichen.

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