Donnerstag, 6. Oktober 2016

Virtual Reality und Literatur: Ich habe dann mal beim Börsenblatt kommentiert...

In einem Artikel im Börsenblatt, der am 2. Oktober online gegangen ist, geht es unter anderem um Virtual Reality Anwendsungen für Verlage. Auch SecondLife wird erwähnt. Einmal mehr natürlich als brachliegende ehemals gehypte online-Plattform. Einen Kommentar dazu konnte ich mir nicht verkneifen. Er ist bereits frei geschaltet worden. 
Hier ein Selbstzitat:

Ich muss doch etwas schmunzeln. Wir nutzen SecondLife seit 2010 sehr effektiv für Autorenlesungen und haben bisher rund 120 Schriftsteller bei uns begrüßen dürfen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Räumliche Distanzen spielen keine Rolle. Es ist problemlos möglich, die Lesung eines Autors zu besuchen, auch wenn der sich selbst in Hamburg befindet und man in der Schweiz lebt. Wir lassen auch gern Autoren gemeinsam auftreten und sich gegenseitig unterstützen, indem sie bei Lesungen "Rollen" in den Texten ihrer Kollegen übernehmen. Der größte Vorteil dürften allerdings Bühnenbilder sein, die sich genau auf die Lesung zuschneiden lassen. Immersion ist schon da, es kann auch eine 3D Brille benutzt werden, nur verfügt kaum jemand wegen der noch hohenm Kosten darüber. Kombiniert man diese Möglichkeiten, entstehen quasi Live Hörspiele.
Der einzige Nachteil: Das Format ist nur Insidern bekannt und wird ungern zur Kenntnis genommen. Ein größerer Personenkreis scheut den Umgang mit Pixelpüppchen. Gegensätzlich ist allerdings die Wahrnehmung von Schriftstellern, die es probiert haben und häufig ein zweites, drittes oder viertes Mal bei uns lesen.
Es wird also längst eifrig experimentiert. 

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