Dienstag, 27. Dezember 2016

Gelesen "Cibola brennt"...




Mehr oder weniger im Vorbeigehen hatte ich vor einigen Monaten James Coreys „Cibola Brennt“ gekauft. Erst auf den zweiten Blick war mir dann klar geworden, dass ich den vierten Band einer Serie in Händen halte. Glücklicherweise stellte die nicht unbeachtliche Wissenlücke um 75% der Gesamthandlung kein Zugangshindernis zu Coreys Universum dar. Der einfache Quereinstieg in die Geschichte von James Holden und der Crew seines Raumschiffs Rosinante ist nur ein Indikator für die Qualität von Coreys Saga. Noch mehr sagen mir seine Charaktere zu. Allesamt mit Veränderungspotential versehen. Da macht eine Hauptfigur auch mal eineKehrtwende um 180 Grad. Corey hat Spaß an den seelischen Grautönen. Aber mit 650 Seiten bietet er seinen Protagonisten und Antagonisten ja auch genug Platz für Charakterentwicklung und Vorzeichenwechsel.
Man kann „Cibola Brennt“ auch ohne Kenntnis der drei vorherigen Roman lesen. Wie es der Zufall wollte, konnte ich einige Lücken auf unerwartete Weise schließen. Nicht als Leser allerdings, sondern als Fernsehzuschauer. „The Expanse“ basiert auf dem ersten Roman der Reihe. Durch die Serie erfuhr ich etwas mehr über Detective Miller, der Holden nach wie vor begleitet, wenn auch nicht auf ganz konventionelle Weise. Den Spoiler verkneife ich mir hier, keine Sorge.
„Cibola Brennt“ lag jetzt einige Zeit ungelesen hier, die letzten 470 Seiten habe ich jedoch in nur zwei Tagen konsumiert und das mit steigendem Lesetempo. Große Romane brauchen etwas Zeit zum warm laufen, bei „Cibola brennt“ wird die nötige diesmal auch titelgebende „Brenntemperatur“ ab etwa Seite 200 erreicht.
Starkes Buch, sehr zu empfehlen. „Leviathan erwacht“ habe ich übrigens vor wenigen Tagen wieder im Buchladen gesehen, was vermutlich mit „The Expanse“ zu tun haben dürfte.

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