Samstag, 31. Dezember 2016

Gelesen: "Der Spalt" von Peter Clines...




Schon beim Lesen des Klappentextes war mir klar: Das ist ein Buch für für mich.
Wissenschaftler experimentieren (mal wieder) mit einem Teleporter herum. Nicht erst seit „Die Fliege“ wissen wir, dass das jede Menge Spaß bedeutet. Weniger natürlich für die Wissenschaftler als für uns als Zuschauer oder Leser.
Neu ist das Thema freilich nicht, aber Clines hat einige schöne Ideen, eine großartige Hauptfigur und jede Menge Humor. Doch erst mal zu unserem Protagonisten.
Mike Erikson ist eigentlich ein Genie, unterrichtet allerdings statt Geschichte zu machen, nur an einer öffentlichen Schule. Ich weiß auch nicht, was mir daran so bekannt vorkommt, aber es fällt mir ja vielleicht noch ein.
Als ihn ein alter Freund bittet, für gutes Geld in den Sommerferien ein Auge auf ein streng geheimes Projekt zu werfen, kann er nicht widerstehen. Erikson ist zwar weder Physiker noch Ingenieur, dafür jedoch mit einem IQ jenseits jeder Messskala gesegnet und er besitzt ein fotografisches Gedächtnis. Er wittert schnell, dass beim Albuquerque-Projekt so einiges im Argen liegt. Schon bald kommt es zu mysteriösen Vorfällen und ein Teammitglied stirbt auf rätselhafte Weise.
Okay, es lässt nicht leugnen, dass auch der erfahrene SF-Leser schneller ahnt, als die Erbauer selbst, was da vor sich geht. Das mindert den Spaß jedoch keineswegs. Clines schickt eine ganze Rotte von Nerds als Hauptdarsteller ins Rennen. Darunter Warhammer-Spieler, Trekkies, Filmfans und ziemlich attraktive Hackerinnen. Die vergleichen ihre Erlebnisse gern auch mal mit alten Star Trek Episoden oder Game of Thrones Folgen. Noch so eine Sache, die mir an unserem Helden Mike Erikson gefällt. Er brüstet sich damit, nur zwei Folgen von „Game of Thrones“ gesehen zu haben. (Bei mir ist es übrigens nach wie vor keine!)
Zum Finale hin gibt es zwar einige Schwächen, die ich jedoch dür verzeihlich halte und es zeichnet sich ab, dass Clines seinem Mike Erikson vermutlich eine ganze Serie widmen möchte. Soll er. Ich bin dabei.
Volle Empfehlung für Peter Clines „Der Spalt“.

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