Montag, 5. Dezember 2016

Steampunk im Kreativdorf: Fitzroy, Falstaff und andere furiose Menschmaschinen....

Bild: BukTom Bloch


Bild: BukTom Bloch

Bild: BukTom Bloch

Barlok Barbosa als Revolvermann. Nebenbei steuert er die Effekte. Bild: BukTom Blochufügen

Unser Hauptdarsteller bei einer bizarren Transformation. Bild: BukTom Bloch

Mit diesem Vehikel wird er den Kampf mit den Bösewichtern aufnehmen. Bild: BukTom Bloch



Das vorweg:
Wer den gestrigen Abend verpasst hat, dem ist nicht zu helfen! Unser Steampunk Theaterstück hat ziemlich exakt so funktioniert wie wir es uns erhofft, aber nie erwartet hatten. Okay, es gab zweimal technische Probleme. Genau die, mit denen wir im Vorfeld gerechnet hatten.
Um ehrlich zu sein, hatten wir uns mit dem Konzept für unsere Aufführung von Anfang an zu viel vorgenommen. Uns war bei allem Enthusiasmus ein kleines Detail entgangen, das bei unseren „normalen“ Lesungen kein Hindernis darstellt: Die Leistungsfähigkeit unserer Computer. Zauselinas Laptop friert auch auf minimaler Grafikeinstellung in Anwesenheit größerer Avatargruppen ein, meine eigene Maschine wird damit gerade noch fertig, das aber auch nur bei Minimal-Settings und den Stand PC können wir schon seit 2 Jahren nicht mehr für SL benutzen. Ganz zu schweigen vom alten Laptop Möhrchen, das wir nur im Notfall wieder aus dem Schrank holen.
Wir haben also zunächst beide Avatare über einen Laptop gesteuert, weil wir davon ausgehen musste, dass sich Zauselina nach kurzer Zeit nicht mehr steuern lassen würde. Wie befürchtet ist mein Laptop nach den ersten zwei Szenen dann aber ebenfalls an seine Leistungsgrenze gestoßen, so dass wir Zauselina von da an doch über ihren eigenen Laptop eingeloggt haben. Für die Zuschauer bedeutete das eine Unterbrechung von etwa fünf Minuten, die geduldig in Kauf genommen wurde. Danke dafür an unsere Zuschauer.
Von da an, verlief die Aufführung fast ohne technische Störungen, Kleidung, Requisiten und Gadgets erschienen fast immer zum richtigen Zeitpunkt, selbst die Kampfszene – die mir im Vorfeld die größten Sorgen gemacht hat – ging reibungslos über die Bühne. Enthusiastische Zuschauer übernahmen dabei spontan und mit offensichtlichem Vergnügen die Rolle eines dekorativen Kadavers. Interaktives Theater zum Mitmachen, wie man es sich in echten Schauspielhäusern wünschen würde.
Natürlich waren die Bühnen DAS große Highlight der Aufführung. Barlok Barbosa hat für uns sämtliche technischen Details aus der Story nachgebaut. Ganz nebenbei hat er nicht nur Vorhänge und Effekte gesteuert, er war gleichzeitig auch noch als Schauspieler in Aktion. Beim nächsten Stück lassen wir ihn vielleicht sogar überleben.
Es gab da aber noch einen weiteren Höhepunkt. Das dampfbetrieben Kettenfahrzeug, das zeitweise die Beine unseres Helden ersetzt hat. Harter Fall hat das Vehikel nach meiner Beschreibung designt und Maximillian Merlin hat die nötigen Scripte eingebaut. Es ist mir verdammt schwer gefallen, nicht schon vorher darüber zu bloggen.

Mit Harter Fall und Falstaff im Hintergrund beim Test des Gleiskettenfahrzeugs.

Jungs, die begeisterten Reaktionen der Zuschauer lassen keinen Zweifel daran zu, dass eure Maschine für die meisten sehr schnell zum eigentlichen Hauptdarsteller geworden ist. Keine Angst, ich werde den Dampfuntersatz jetzt öfter bei Steampunk-Lesungen tra...äh fahren. Dass Barlok Barbosa dann aber noch die Rampenkonstrukion nachgebaut hat, über die unser Held in den Belüftungsschacht fährt, hat mich umgehauen. Das gestrige Bühnenbild ist für mich persönlich das beste aller Zeiten!
Das lässt sich auch über unsere Hauptdarsteller sagen: Kirsten und Frederic waren gestern Abend in Bestform. Sie fulminant als zickige, nichtsdestotrotz bezaubernde Cornelia Baybridge, er überragend als eloquenter und ebenso niederträchtiger Schurke Fitzroy. Fabelhaft.
Wie es den Leuten gefallen hat? Nun, sie sind uns von Szene zu Szene gefolgt.
Zweieinhalb Stunden lang.
Ich glaube, das sagt schon fast alles. Mal ganz abgesehen von den wunderbaren Kommentaren, über die wir uns im Verlauf dieser langen Zeit immer wieder sehr gefreut haben. Ihr wart Klasse.
Vielen Dank an alle Beteiligten und selbstverständlich ans großartige Publikum.
Es wird nicht der letzte große virtuelle Theaterabend gewesen sein!

 Rückblicke und Bilder gibt es bei...

...BukTom Bloch...

...in André Geists Blog...

Ich zitiere André: "Dargeboten wurde heute Thorsten Küpers Steampunk-Geschichte Fitzroy, Falstaff und andere furiose Menschmaschinen. Gelesen bzw. gespielt wurde sie von Kirsten Riehl, Frederic Brake und Thorsten Küper. Die Leistung der Lesenden war wirklich herausragend und hat quasi vollständig von den technischen Schwierigkeiten abgelenkt."

...und in diesem Facebook Album von Uwe Taechl...


Ralf Steinberg schreibt im SF-Netzwerk:

"War ein großartiger Abend. Die Geschichte war spannend, abgefahren und echt steampunkig. Geniale Kulissen und schräge Outfits. Ganz besonders cool war natürlich Küpers fahrbarer Untersatz.
Ich hatte großen Spaß, Danke!"

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