Montag, 30. Januar 2017

Gelesen: "Darwin City" von Jason M. Hough...



Die australische Stadt Darwin darf sich glücklich schätzen. Aliens haben dort die Bodenstation eines Weltraumlifts errichtet. Doch noch bevor irgend jemand versteht, welchem Zweck der kosmische Fahrstuhl dienen soll, bricht eine mysteriöse Seuche aus, die ihre Opfer in psychopathische Bestien verwandelt. Lediglich in der engen Zone um den Lift herum ist das Virus wirkungslos. Wer es nicht geschafft hat, sich in Darwin oder den Raumstation entlang des Liftseils in Sicherheit zu bringen, ist der Epidemie zum Opfer gefallen.
Skyler Luiken ist der Anführer einer kleinen Gruppe von Immunen, die ihr Geld mit Bergungsflügen rund um die Welt verdienen. Sie beschaffen für ihre Auftraggeber begehrte Waren aller Art. Für den legendären Neil Platz soll er  Daten aus einem Observatorium in Japan bergen. Die deuten daraufhin, dass die Erbauer des Lifts zurückkehren. Aber aus welchem Grund? Um einen neuen Lift zu bauen, die Menschheit zu retten, oder sie endgültig zu vernichten?
Jason M.Hough hat mit „Darwin City“ ein wunderbar actiongeladenes Science Fiction Epos abgeliefert. Er reist mit uns rund um den postapokalyptischen Globus und bis hinauf in 45 000 Kilometer Höhe. Seine Version des zukünftigen Darwin kann einen gewissen Mad Maxesquen Charme nicht leugnen. Aber seien wir ehrlich: So stellen wir uns Australien doch nun mal vor. 
Ich habe Skyler Luiken und seine Crew auf der Stelle mental adoptiert. Aber auch die anderen Figuren sind gekonnt gezeichnet, verwinkelt, kantig und es deutet sich Entwicklungspotential an. 
Leider lässt uns der Autor am Ende mit einer langen Liste unbeantworteter Fragen und einem Büschel offener Handlungsstränge zurück. Wenig verwunderlich, denn er eröffnet mit „Darwin City“ eine Trilogie.
Dennoch hat mich Hough über die gesamte Liftlänge überzeugt. Ich werde auch die kommenden Romane lesen.
„Darwin City“. Volle Leseempfehlung!

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