Montag, 6. Februar 2017

Steampunk Theater: Ein persönlicher Rückblick und andere Berichte zum Sonntagabend...

Frederic Brakes Avatar und meiner. Bild: BukTom Bloch


Bild: BukTom Bloch

So sollte der Publikumsbereich aussehen. Bild: BukTom Bloch

Bild: BukTom Bloch

Frederic Brake, Rubeus Helgerud, Bernhard Giersche und ich. Gut okay, nicht wir, sondern die Avatare, die wir steuern. Bild: BukTom Bloch

Bild: BukTom Bloch

Bild: BukTom Bloch


Fünf Minuten vor Beginn. Die Liebste verpasst mir dekorative Hasenöhrchen. Danke Schatz!


Ich glaube, alle die an unserem Theaterstück mitgewirkt haben, empfinden das so wie ich: Wir hatten einen großartigen Abend.
Das wäre in dieser Form nicht möglich gewesen ohne die fabelhaften Bühnen von Barlok Barbosa, der sich auch diesmal wochenlang Feinarbeiten an den Kulissen vorgenommen hat. Darunter so liebevolle Details, wie eine Explosion in der Stadt, die man so dann auch tatsächlich am Horizont sieht, oder den Nachbau der Stuben, die in der Geschichte eine zentrale Rolle spielen.
Ein weiteres Highlight war der authentische viktorianische Luftverkehr über unserem Steampunk London. Somehow Peccable installierte zwei riesige Luftschiffe und jede Menge kleiner Flugapparate, die tatsächlich auch permanent über den Bühnen kreisten. Darunter Doppeldecker, Dampfhubschrauber und kleine Luftschiffe. Es macht schon allein Spaß, die über den Bühnen kreisenden Maschinen zu beobachten.
Die Aufführung wäre allerdings immer noch recht trist gewesen, hätten wir ohne unsere Darsteller auskommen müssen
. Mal ehrlich: Ihr habt da eine Super Vorstellung auf die Bretter gelegt und das meine ich auch so. Bernhard Giersche als kommunikativer Bösewicht, Frederic Brake als mysteriöser Erbauer der ebenso geheimnisvollen Stuben, Rubeus Helgerud als nagetierhafter Halsabschneider, Markus Gersting als liebender Ehemann und meine reizende Gattin als hinreißende Sterbende. Ohne Euch wäre es nichts weiter als eine gewöhnliche Lesung gewesen. Gemeinsam haben wir daraus statt dessen ein Theaterstück gemacht.
Von den kleinen technischen Schwierigkeiten, die wir dabei immer wieder hatten, ist beim Publikum glücklicherweise nicht so viel angekommen, wenn wir auch ein oder zweimal darauf hinweisen musste, dass es ein oder zwei Minuten dauert, bis es weitergeht. 44 Avatare bedeuten immer auch Lag. Der Viewer zeigt dann nur noch ruckelnde Einzelbilder oder friert völlig ein, zumindest dann, wenn der Rechner nicht auf dem neusten Stand ist. Dieses Problem betrifft glücklicherweise weniger das Publikum, als die Akteure, die sich auf der Bühne bewegen müssen. Irgendwie hat es allen Widrigkeiten zum Trotz doch funktioniert, abgesehen von einer Störung am Mikro bei Frederic Brake und den drei Malen, bei denen ich meinen Schauspielkollegen in den Text gegrätscht bin, weil ich gleichzeitig noch versucht habe, die Position meines Avatars zu korrigieren.
Doch kleine Patzer wie dieser verleihen so einem Theaterabend auch einen gewissen Charme.
Mit 44 anwesenden Avataren (es können auch mehr gewesen sein) haben wir für die letzten zwei oder drei Jahre einen Publikumsrekord aufgestellt. Nicht dass es darauf angekommen wäre, aber wir freuen uns trotzdem drüber.

Ich zitiere Ralf Steinbegr (siehe unten): "Nach finsteren Gesellen, ewiger Liebe und einigen Toten kannte der Applaus und die Begeisterung aller Anwesenden kaum irgendwelche Grenzen."

Berichte über das Stück gibt es...



Und wir haben fabelhaftes Videomaterial vom Bühnenbild.

Dieses Video von BukTom Bloch, der vorher schon vorher mit einer Oculus Rift auf der Nase gefilmt hat:





Und diesen hochdramatischen Kurzfilm von Natascha Rand. Ein Meisterwerk:

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