Sonntag, 9. April 2017

Gesehen: "Arrival"...

Wie schildere ich meine Empfindungen am besten? Ich laufe hier seit 25 Minuten mit Gänsehaut durch die Wohnung. Da stimmt einfach alles.  Visuell, akustisch und vor allem, was die Story angeht. 
Dazu nur soviel: Die Linguistin Louise Banks soll die Sprache soeben auf der Erde gelandeter Aliens übersetzen und genau darum geht es auch. "Arrival" interessiert sich weit weniger für die Motivation der Besucher als für die Frage, welche Wirkung die Kommunikation mit ihnen auf Menschen hat. Wenn selbst das Erlernen einer Sprache aus einem benachbarten Land unsere Art zu denken verändert, wie sieht dieser Einfluss aus, wenn wir es mit einer außerirdischen Spezies zu tun haben, die das Universum auf komplett andere Weise wahrnimmt? Kleiner Tipp für alle, die beim ersten Anschauen  von "Arrival" gewisse Verständnisprobleme hatten. Man sollte sich von den Zwängen klassischer Chronologie lösen, um in diesem Meisterwerk nicht den Überblick zu velieren. 
Ich bin begeistert genug, um zu behaupten,  Denis Villeneuve hat den besten Erstkontaktfilm aller Zeiten gedreht. 
(Ist natürlich gut möglich, dass es gewissen Zuschauern die Action fehlt. Das sind dann die Nörgler, die ihre Enttäuschung über ein ausbleibendes Blutbad gern mit mangelnder Tiefe des Drehbuchs erkären.)

1 Kommentar:

  1. Zufällig haben wir den Film auch vor Kurzem gesehen und ich kann Dir nur zustimmen.
    Mich hat auch fasziniert, dass die Aliens im Laufe des Filmes für den Zuschauer immer unwichtiger werden (auch wenn sie faszinierend sind) und man sich doch mehr und mehr auf Louise Banks und die Sprache(n) fokussiert.

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