Mittwoch, 7. Juni 2017

Rückblick auf das BB E-Book Event 2017...

Vanessa Kaiser liest aus "12 Monate Angst". Bild: Natascha Randt

Kjs Yips Riesenkofferraum für Jennifer B. Wind. Bild: Natascha Randt

Mit Jan-Christzoph Nerger und WIlfried Virtuell. Bild: BukTom Bloch

BukTom Bloch und ich bei seiner Lesung. Bild: BukTom Bloch
Die Glaszsphäre. Bild: Markus Gersting


Es wird Zeit, einen Blick zurück auf das BB E-Book Event 2017 zu werfen. Wir freuen uns, dass wir das Ding mal wieder komplett und fast ohne Ausfälle über die Bühne gebracht zu haben. Was dabei alles schief gehen kann. Linden Labs könnte uns mit einem Rolling Restart überraschen, der Voice Server könnte ausfallen, oder es gelingt einem Autor nicht, sich einzuloggen. Jemand steckt im Stau fest, ein Blitzschlag erledigt irgendeinen Router. Vieles ist denkbar. Zwar gab es den einen oder anderen Technikholperer, aber wir konnten fast immer alle Probleme rechtzeitig lösen. Schwein gehabt.
Natürlich ist nicht alles so abgelaufen, wie wir uns das gewünscht hatten. Drei Lesungen haben diesmal nicht planmäßig stattgefunden, was allerdings nicht unseren Stargästen anzulasten ist, sondern...na sagen wir der Entropie. Immerhin hat uns der Ausfall von Gabriele Behrend – die ihre Lesungam kommenden Sonntag nachholt! - die Chance gegeben, eine neue Autorin zu erleben. Monika Loerchner war mit ihrer wunderbaren Fantasylesung ein würdiger Ersatz für Gabriele. Und damit kommen wir auch gleich zu einer sehr erfreulichen Entwicklung:
Gleich sechs neue Autoren waren in diesem Jahr zum ersten Mal dabei: Monika Loerchner, Regina Schleheck, Uwe Hermann, Andreas Zwengel, Vanessa Kaiser und Jan-Christoph Nerger. Sie alle überzeugten mit hervorragenden Lesungen, genau wie ihre Kollegen mit Virtual Reality Vorerfahrung.
Es war immer ein großer Spaß, sie in den Kulissen von Barlok Barbosa, Kjs Yip und Miara Lubitsch und BukTom Bloch zu erleben. Und wo wir gerade dabei sind: Ohne Eure Arbeit wären die Möglichkeiten des Cyberspace schlicht und ergreifen verschenkt. Das gilt auch für Moewe Winkler mit ihrer Installation zu Glaszsphäre und für Joey alias Sabine Schäfers die in ihrem Cafe ebenfalls eine eigene Lesung organisiert und gemeinsam mit Ito das Bühnenbild vorbereitet hat.
Für Kirsten und mich haben diese Veranstaltungen schon lange die zweidimensionale Ebene des Bildschirms verlassen. Virtual Reality und reale Welt sind verzahnt und greifen ineinander. Für mich ist es immer wieder ganz großartig, wenn ich auf Cons Autoren treffe, die schon bei uns gelesen haben. Bei der RPC waren es diesmal mehr als ein Dutzend. Aus Plaudereien am Verlagsstand entstehen oft neue Events. Der Auftritt von Monika Loerchner ergab sich aus einem Gespräch mit Björn Bedey vom Acabus Verlag auf der Kitty Moan Convention in Langenfeld. Das gleiche gilt übrigens auch für die Lesung von Michael Hetzner, der am, Samstag, den 17. Juni im Kreativdorf sein wird. Mittlerweile treffen ich auch auf Leute, aus dem Publikum, die sich mit ihrem Avatarnamen vorstellen.
Nein, unsere Lesungen sind schon lange kein Nur-am-Bildschirm-Ding mehr.
Abgesehen von neuen Stimmen, haben wir bei diesem BB E-Book Event auch neue Konzepte ausprobiert. Petra K. Gungls interaktiver Krimi „Goldkehlchens Leichenschmaus“ zum Beispiel. Die Gäste einer Beerdigung werden bei der Trauerfeier zu Geiseln und aufgefordert, den Mörder zu identifizieren. Ein Zuhörer hat das Rätsel geknackt. Dank auch an Rubeus Helgerund, der uns unter anderem bei dieser Lesung mit seiner Stimme unterstützt hat. Die Mädels waren begeistert von dir, Rolf!
Mein persönliches Highlight war das Gemeinschaftsprojekt „Glaszsphäre“ mit Moewe Winkler und Michael Iwoleit. Wir haben meine Kurzgeschichte aus „Spektrum der Wissenschaft“ in eine Kombination aus interaktiver Installation, Konzert und Lesung verwandelt. Ich bin immer noch ziemlich geflasht davon. Moewe und Michael geht es ähnlich, deswegen soll es auch nicht bei einer Aufführung bleiben. 
Aber Glaszsphäre hat gleich noch einen Entwicklungsschritt absolviert. Das dank Natascha Randt, die aus ihrem Mitschnitt der Lesung ein komplettes Machinima gemacht hat. Danke Natascha! Absolut großartig. Man sollte sich übrigens klar machen, dass im Video längst nicht alles zu sehen ist, was Moewe  an Animationen abfeuert. Aber über die Notrwendigkeit weiterer Live-Shows schrieb ich ja schon oben.
Dank auch noch mal an BukTom Bloch, der am Sonntag spontan für Dennis Frey eingepsrungen ist und die Lücke mit gleich zwei Kurzgeschichten geschlossen hat. Eine davon eine Hommage an die Brennenden Buchstaben selbst. Wer kann schon von sich behaupten, dass man ihm sowas mal gewidmet hat.
Dank auch an Wilfried Abels, der eine Lesung für den von ihm mitgegründeten AWS_Verlag organisiert hat. Autor Jan-Christoph Nerger kam nicht allein sondern hatte gleich noch ein ganzes Ensemble von Vorlesern neben sich am Mikrofon. Das klang mehr wie ein Bühnenstück als eine Lesung.
Dank auch ans treue Publikum und die neu dazu gekommenen Stammzuhörer. Ohne euch hätten wir nur leeren Stühlen etwas vorlesen dürfen. Gut, dass kennen viele von uns aus dem realen Leben.
Im Cyberspace geht’s glücklicherweise auch ganz anders.
Ich sehe natürlich, dass das, was wir mit Second Life tun, immer irgendwie einen gewissen Sandkastencharme versprüht. Ich bin allerdings überzeugt davon, dass sich alles, was wir in den letzten Jahren an Erfahrungen damit gesammelt haben, auf kommende Systeme wie Sansar, High Fidelity oder andere Alternativen übertragen lässt. Insofern bin ich mir sicher, dass wir uns - und damit meine ich alle, die mit dem Format virtuelle Lesung experimentieren -  für unsere Vorarbeit auf die Schulter klopfen dürfen.
Wir sehen, dass sich aus Kurzgeschichten ohne großen Aufwand Hörspiele, Theaterstücke oder auch interaktive Kunstinstallationen machen lassen.
Mehr dazu demnächst sicher auch an dieser Stelle. 

Rückblicke und Bilder gibt es...






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