Dienstag, 15. August 2017

Die Nudellieferung ist da...

Ich war früher begeisterter Nudelkonsument. Mittlerweile hat sich das etwas verändert. Aber meine Frau kann sich täglich dafür begeistern. Deswegen bestellt sie sie auch gleich säckeweise. Reis auch.


Gelesen: "Auslöschung" von Jeff VanderMeer...




Mit „Auslöschung“ beweist Jeff VanderMeer mit bildreicher Sprachgewalt, dass  längst keine klar definierte Grenze mehr zwischen – so genannter – Hochliteratur und Science Fiction verläuft. Er beschreibt die mittlerweile zwölfte Expedition in die mysteriöse Area X. Einen Bereich an der amerikanischen Küste, in dem sich vor Jahren aus heiterem Himmel fremdartige Vegetation ausgebreitet hat. Alles an diesem Gebiet ist rätselhaft. Seine Entstehung, seine Eigenheiten, ja es weiß so gut wie niemand, wie das Überschreiten der Grenze überhaupt funktioniert, denn Expeditionsteilnehmer betreten sie nur unter Hypnose.
Jaff VanderMeers Roman ist düster, trist, sprachlich brillant und so Lovecrafttesk, dass man meinen könnte, ein Replikant des Altmeisters selbst habe VanderMeer direkt aus der Area X aufgesucht und ihm Wort für Wort zugeflüstert. Selbst wenn ich das wollte, wäre es mir unmöglich, zu spoilern, denn „Auslöschung“ lässt uns ausschließlich mit offenen Fragen zurück. Das aber ohne dabei eine unvollendete Geschichte zu sein. Die beiden Nachfolgeromane „Autorität“ und „Akzeptanz“ vollenden die Trilogie, wenn auch aus anderer Perspektive.
Großartiges Buch, obwohl über weite Strecken hinweg beunruhigend surreal äußerst spannend.
Ich empfehle nach der Lektüre einen nächtlichen Spaziergang durch den Wald.

Montag, 14. August 2017

Sonntag, 13. August 2017

Gelesen: "Blue Screen" von Dan Wells...



Dan Wells hat  einen entzückenden Cyberpunk Thriller kreiert, den er auf 360 Seiten mit der Dynamik eines Ego Shooters voran treibt.  Diesmal allerdings mit toughen Gamer Girls statt männlichen Geeks in der Hauptrolle. Ja, auch Mädels könnte Blue Screen trotz Virtual Reality Szenario gefallen.
Es geht einmal mehr um den Cyberspace und eine digitale Droge mit unangenehmen Nebenwirkungen. Glücklicherweise erstickt die Story nicht in mittlerweile albacken wirkenden Genrezitaten. Wells hat ganz eigene Ideen für sein Los Angeles des Jahres 2050. Ach ja, ich brauche dringend Nulis. Jede Menge davon.
Obwohl das so nicht auf dem Klappentext steht, richtet sich „Blue Screen“ offensichtlich auch an  jugendliches Publikum. Es könnte ein guter Einstieg für den Lesenachwuchs sein, gerade weil die Actionpassagen für Cyberpunk-Verhältnisse relativ zahm ausfallen. Das schmälert den Unterhaltungswert aber nicht. Keine Panik, also.
Mit diesem Roman eröffnet Wells übrigens seine Mirador-Saga. Mir hat´s so gut gefallen, dass ich dran bleiben werde.
Klare Leseempfehlung für „Blue Screen“.

Ja, ich weiß, bei mir kommen meistens Empfehlungen. Liegt einfach daran, dass ich mittlerweile ziemlich gut einschätzen kann, was mir gefällt. Man will seine spärliche Freizeit ja nicht vergeuden.

Freitag, 11. August 2017

Bei der Eröffnung von Moewe Winklers Lyrikmaschine...

Moewes Lyrikmaschine erstellt alle paar Minuten ein neues Gedicht auf Zufallsbasis, das man nicht nur direkt auf der Maschine im Kreativdorf ablesen kann. Es wird auch direkt in Moewes Blog gepostet. Und zwar exakt dorthin:  http://www.moewenglanz.de/lyrikmaschine.html








Moewe Winklers Lyrikmaschine findet man in Second Life exakt dort: http://maps.secondlife.com/secondlife/Port%20Genieva/211/90/22

Kein Wetter kann mich davon abhalten, die Katze zu suchen...

Außerdem halte ich Ausschau nach dem Sommer.

Klasse Schnappschuss von Kirsten.

Donnerstag, 17. August: Treffen der SL Schreibgruppe im Brennenden Theater...

Wie immer zitiere ich Wilfried Virtuell auf seinem Blog Geschichtenkorb...

Ein weiterer Monat ist vergangen und so steht das Augusttreffen der SL Schreibgruppe an. Am kommenden Donnerstag, den 17.8. findet das Augusttreffen statt. Wie es gewohnt ist, treffen wir uns wieder um 20 Uhr im Brennenden Theater des Kreativdorfes.
Wieder immer gilt: Wer in gemütlicher Runde über kreatives Schreiben, Selfpublishing oder sonst über Kunst und Kultur in virtuellen Welten plaudern möchte, ist herzlich eingeladen vorbei zu schauen. Ob schreibtechnischer Neuling oder Profi, jeder ist willkommen.




Hier nochmal der Hinweis: "Valerius von Arbogast und sein fabelhafter Krakun" gratis bei Tor-online...




2014 ist sie in der Atnhologie "Voll Dampf" erschienen, seit einigen Wochen könnt ihr meine zweite Steampunk Kurzgeschichte bei Tor-Online lesen.Über ein paarzusätzliche Likes freut sich der Autor.

Mittwoch, 9. August 2017

Gelesen: "Giants - Zorn der Götter" von Sylvain Neuvel...




Nachdem ich von Neuvels Erstling „Giants – Sie sind erwacht“, wie vor wenigen Tagen nachzulesen, schwer angetan war, lag es auf der Hand, sich auch gleich die Fortzsetzung zu gönnen. Wir erinnern uns: Als Kind entdeckt Rose Franklin eine riesige mechanische Hand. Jahrzehnte später hat sie als Physikerin die Gelegenheit, das Artefakt zu untersuchen und eine Methode zu entwickeln, um weitere Körperteile des kompletten Roboters zu aufzuspüren und ihn oder besser gesagt sie zusammenzusetzen und zu reaktivieren.
„Der Zorn der Götter“ spielt zehn Jahre nach der Handlung des ersten Romans. Mitten in London taucht plötzlich ein zweiter Roboter auf. Es ist unklar, ob in friedlicher Absicht oder um eine Invasion vorzubereiten.
Über den Inhalt der Fortsetzung will ich hier nichts verraten. Ich gönne jedem Leser von Neuvels „Giganten“ das Vergnügen, dieses exzellente Buch selbst zu genießen.
Hier nur ein kleines hoch enthusiastisches Resümee. Neuvel schafft es problemlos, noch mal nachzulegen und einen zweiten Teil abzuliefern, der tatsächlich noch überzeugender ist, als sein Vorgänger.
Der Autor hält auch diesmal an der eigenwilligen Schreibweise in Form von Dialogen und gelegentlichen Monologen fest, die uns als Aufzeichnungen, Mitschnitte oder Tagebucheinträge präsentiert werden. Beuvel versteht es ganz meisterhaft, die Eigenheiten dieser Form für sich zu nutzen. Er überzeugt immer wieder mit Passagen, die so umwerfend komisch sind, dass sie den Vergleich mit Douglas Adams nicht zu scheuen brauchen.
Wir haben, obwohl man es auf den ersten Seiten vielleicht gar nicht erwarten würde, trotzdem einen actiongeladenen Roman mit Slapstickeinlagen für Riesenroboter vor uns, der zusätzlich Qualitäten einer Politsatire aufweist.
„Zorn der Götter“ beansprucht nicht nur auf dem Klappentext ein Pageturner zu sein, er genügt diesem Anspruch auch. Ich habe die rund 500 Seiten innerhalb eines Tages komplett gelesen.
„Giants- Zorn der Götter“: Absolute Leseempfehlung!

Dienstag, 8. August 2017

Gelesen: "Frequenz" von Lincoln Child...



Douglas Preston und Lincoln Child gehören schon seit Jahren als Gespann zu meinen absoluten Lieblingsautoren. Beide wandern aber auch auf Solopfaden, wobei sie jedes Mal beweisen, dass sie es auch allein drauf haben.
Mit „Frequenz“ hat Lincoln jetzt einen neuen Thriller abgeliefert, über den ich hier gar nicht viel schreiben muss.
Der Computerexperte Willard Strachey, Mitarbeiter eines traditionsreichen amerikanischen Thinktanks begeht auf auf grauenhafte Weise Selbstmord. Enigmatologe Jeremy Logan soll herausfinden, wie es dazu kommen konnte. Offensichtlich hat Stracheys Tod etwas mit den Renovierungsarbeiten am Lux Institut und einem dabei entdeckten Geheimlabor aus den 30er Jahren zu tun. Welchen Zweck dient die darin befindliche mysteriöse Maschinerie?
Wir erhalten bewährte und solide Qualität aus gutem Hause mit erwartungsgemäß hohem Unterhaltungswert.
Gelegentlich erinnert mich Childs Hauptfigur Jeremy Logan übrigens an den aus vielen Preston/Child Romanen vertrauten FBI-Agent Aloysius Pendergast. Keine schlechte Assoziation, wie ich meine. Die beiden können ihre geistige Verwandtschaft im übertragenen Sinne nun mal nicht leugnen.
Kurz und bündig: Volle Leseempfehlung für „Frequenz“.

Sonntag, 6. August 2017

Auf dem MPS am Fühlinger See...

Wir haben heute mal wieder den langen Weg auf uns genommen. Damit meine ich nicht die Anfahrt, sondern das grauenhafte Gelatsche vom Parkplatz an den Ford-Werken bis zum MPS-Gelände. Es wird langsam mal Zeit für einen VIP-Shuttleservice.


Kirsten und Rebecca voll aufgebrezelt mit Kartoffelspiralen.
Finale des Konzertes von Ye Banished Privateers
Kirsten bedauert diesen jungen Mann.


Ich finde, er riecht streng.

Der tadelnde Blick, den man erntet, wenn man einer Veganerin einen Burger reicht.

Überraschung: Es ist ein veganer Burger.

Er wollte irgendwie nicht auf sie hören.
Nein wie hübsch. Schaut mal Kinder, der Tod!

Der Halter des Gummieinhorns mit dem amtlichen Kennzeichen...

Ye Banished Privateers. Auf dem MPS besser bekannt als "Die Piraten". Sobald die Band mit ihren im Schnitt 13 Leuten auf der Bühne loslegt, rotten sich sämtliche Freibeuter zusammen.




Unsere Mädels (gelbes und lilafarbenes Kopftuch) geben alles.

So gute Laune hat er immer,  wenn es was zu essen gibt.

Freitag, 4. August 2017

Gelesen: "Antarctica" von Steve Berry...



Steve Berrys „Antartcia“ gehört zu einer ganzen Serie um den Ex-Bundesagenten Cotton Malone. Der ermittelt in eigener Sache und versucht die Todesumstände seiner Vaters bei der Havarie eines Forschungs-U-Bootes zu klären. Cotton gelangt in den Besitz einer Akte, die Hinweise auf ein Komplott offenbart, in dem ein mysteriöses archäologisches Artefakt eine entscheidende Rolle spielt.
Antarktis, U-Boote, Artefakte: Das alles sind Zutaten, auf die ich anspringe und so hatte ich mich nach Studium des Klappentextes sehr spontan zum Kauf entschieden. Was ich vorgefunden habe, ist Unterhaltungsliteratur mit gewissen Actionanteilen und einem hohen Prozentsatz Agentengeschwurbel und Politgeplänkel auf leicht verdaulichem Niveau.
Einmal mehr geht es um die Hinterlassenschaften einer mysteriösen Ur-Zivilisation und natürlich spielen die Piri Reis Karte und die – obligatorschen - "Glühbirnen" auf einem altägyptischen Tempelrelief eine Rolle.
Faszinierend war für mich vor allem, in einem amerikanischen Thriller eine in einem Aachener Restaurant spielende Szene zu lesen, in das meine Frau und ich üblicherweise einkehren, wenn wir in der Nähe sind. Zugegeben, es mag nicht exakt diese Gaststätte gewesen sein, aber eine von den vier oder fünf, die sich an dieser Stelle befinden.
Was bleibt sonst zu sagen? Archäologischer Thriller mit bekannten Versatzstücken. Immerhin hält Berry seine Handlung hoch dynamisch und arbeitet in den verschiedenen Handlungssträngen durchaus gekonnt mit parallel geschalteten Cliffhangern. Man bleibt also dran.
Resümee: Kann man lesen, oder auch lassen.

Donnerstag, 3. August 2017

Sansar ist da, aber es besteht kein Grund zur Hektik...

Natürlich ist mir nicht entgangen, dass sich Sansar, der offizielle Second Life Nachfolger von Linden Labs mittlerweile in der Creator-Beta-Phase befindet. Jeder der will, kann jetzt also rein und erste Gehversuche machen.
Dass ich noch nicht da war, hat den einfachen Grund, dass mein Laptop den bestehenden Anforderungen nicht genügt. Ich bin untermotorisiert.  Von unseren sechs Rechnern kann es nur einer so gerade eben mit den Mindestanforderungen aufnehmen. (Der ist übrigens gerade erst eine Woche alt!) 
Allerdings kommt mir das sehr bekannt vor. Als ich vor zehn oder elf Jahren erste Ausflüge ins Second Life unternommen habe, war die Situation analog. Zu lahme Grafikkarte, zu wenig Arbeitsspeicher, man erlebte die Umgebung mit einem Frame pro zehn Sekunden oder so.
Ich habe momentan keinen Zweifel, dass Sansar wichtig werden wird. Das allein schon deswegen, weil die Kosten für eigene Projekte dort viel niedriger ausfallen. Wobei man in Sansar nicht einfach drauf los bauen man. Man benötigt zusätzliche Software, um Objekte zu entwerfen. Ich denke aber, das wird sich einspielen.
Lesungen, Theaterstücke. Machinimas, das alles wird in Sansar ein Thema werden. 
Und doch bin ich mir sicher, dass Second Life uns auch in den nächsten ein bis zwei Jahren noch eine gute Plattform für unsere Veranstaltungen bieten wird.
Zum einen liegt das daran, dass die bisherige Second Life Bevölkerung ihre oft innig geliebte virtuelle Heimat so schnell nicht aufgeben wird. Das hat zum einen natürlich ganz persönliche cybernostalgische Gründe, zum anderen liegt es daran, dass man so gut wie nichts aus der alten Welt in die Neue mitnehmen kann.
Wir erinnern uns außerdem daran, wie lange sich reine Textchats trotz modernerer Alternativen wie Skype, Facebook oder eben Second Life gehalten haben. Der Avatar ist genau so ein Gewohnheitstier wie der Puppenspieler dahinter.
Unser Stammpublikum besteht aus Second Life Enthusiasten, die sich ihr virtuelles Zuhause oft über ein Jahrzehnt hinweg aufgebaut haben. Wir würden viele von ihnen einfach abhängen.
Der andere Grund dafür, dass Sansar für unsere Veranstaltungen nicht so schnell zum Hauptaustragungsort werden kann, ist die nach wie vor bestehende Zugangshürde, die jetzt sogar nochmal höher gelegt wurde. Sogar Gamer mit ein oder zwei Jahre alten Maschinen dürften bei Sansar schnell an die Grenzen ihrer Hardware gelangen. Mit einem Durchschnitts PC wird das so schnell nichts.
Wir müssen davon ausgehen, dass viele Autoren Einladungen zu Lesungen in Sansar gar nicht folgen könnten, selbst wenn sie schon in Second Life gewesen sind. 
Das sind die beiden wesentlichen Gründe, bevor wir uns noch etwas Zeit lassen, bevor wir ein erstes Projekt in Sansar anvisieren. Aber wir haben ein Auge drauf, keine Frage. 
Ich bin überzeugt davon, dass Sansar über kurz oder lang eine tolle Plattform für Kulturveranstaltungen abgeben wird.

Unten habe ich  mal einige Links zu ersten Berichten über Sansar zusammen gestellt:

Bei Echt Virtuell:


und noch einer bei Echt Virtuell:



bei Laurina Hawks:



bei Phantanews:


und bei Natasha Randt:


Dienstag, 1. August 2017

Anthologie "Menschmaschinen": "Fitzroy, Falstaff und andere furiose Menschmaschinen" Kurzgeschichte des Monats bei SF-Lit.de...



SF-Lit.de konnte sich für meinen Beitrag zur Steam-Cyberpunk Antho begeistern. Seine Meinung dazu kann man dort nachlesen...

Ich zitiere:

Das Subgenre des "Steampunk" zelebriert eine Art alternativen Weltentwurf: Eine an das späte 19. und frühe 20. Jahrhundert angelehnte Umgebung, in der die Modernisierung und Technisierung der Welt eine vollkommen andere Entwicklung genommen hat. Statt Elektrizität haben sich hier mechanische, zumeist von Dampf angetriebene Maschinen und Erfindungen durchgesetzt und die Welt erobert. So kommt es, dass die Menschen zwar noch in einem wilhelminisch oder viktorianisch anmutenden Umfeld leben, aber dennoch über komplexe Maschinen, Roboter oder Luftfahrzeuge verfügen.

Es gibt Leser - ja sogar SF-Fans! - die diesem Genre eher skeptisch gegenüberstehen. Doch das sollten sie nicht. Denn wenn eine Erzählung sprachlich so anspruchsvoll geschrieben ist, interessante Charaktere und gesellschaftskritische Ansätze enthält, in eine unheimliche Welt entführt und mit einer packenden, intelligenten, mit Action- und Horrorelementen angereicherten Geschichte zu fesseln vermag, wie eben diese knapp 60seitige Novelle, dann wird die Lektüre in jedem Fall zum Vergnügen.

Fazit: Wer Steampunk noch nicht kennt, sollte mit dieser Geschichte einsteigen!