Donnerstag, 3. August 2017

Sansar ist da, aber es besteht kein Grund zur Hektik...

Natürlich ist mir nicht entgangen, dass sich Sansar, der offizielle Second Life Nachfolger von Linden Labs mittlerweile in der Creator-Beta-Phase befindet. Jeder der will, kann jetzt also rein und erste Gehversuche machen.
Dass ich noch nicht da war, hat den einfachen Grund, dass mein Laptop den bestehenden Anforderungen nicht genügt. Ich bin untermotorisiert.  Von unseren sechs Rechnern kann es nur einer so gerade eben mit den Mindestanforderungen aufnehmen. (Der ist übrigens gerade erst eine Woche alt!) 
Allerdings kommt mir das sehr bekannt vor. Als ich vor zehn oder elf Jahren erste Ausflüge ins Second Life unternommen habe, war die Situation analog. Zu lahme Grafikkarte, zu wenig Arbeitsspeicher, man erlebte die Umgebung mit einem Frame pro zehn Sekunden oder so.
Ich habe momentan keinen Zweifel, dass Sansar wichtig werden wird. Das allein schon deswegen, weil die Kosten für eigene Projekte dort viel niedriger ausfallen. Wobei man in Sansar nicht einfach drauf los bauen man. Man benötigt zusätzliche Software, um Objekte zu entwerfen. Ich denke aber, das wird sich einspielen.
Lesungen, Theaterstücke. Machinimas, das alles wird in Sansar ein Thema werden. 
Und doch bin ich mir sicher, dass Second Life uns auch in den nächsten ein bis zwei Jahren noch eine gute Plattform für unsere Veranstaltungen bieten wird.
Zum einen liegt das daran, dass die bisherige Second Life Bevölkerung ihre oft innig geliebte virtuelle Heimat so schnell nicht aufgeben wird. Das hat zum einen natürlich ganz persönliche cybernostalgische Gründe, zum anderen liegt es daran, dass man so gut wie nichts aus der alten Welt in die Neue mitnehmen kann.
Wir erinnern uns außerdem daran, wie lange sich reine Textchats trotz modernerer Alternativen wie Skype, Facebook oder eben Second Life gehalten haben. Der Avatar ist genau so ein Gewohnheitstier wie der Puppenspieler dahinter.
Unser Stammpublikum besteht aus Second Life Enthusiasten, die sich ihr virtuelles Zuhause oft über ein Jahrzehnt hinweg aufgebaut haben. Wir würden viele von ihnen einfach abhängen.
Der andere Grund dafür, dass Sansar für unsere Veranstaltungen nicht so schnell zum Hauptaustragungsort werden kann, ist die nach wie vor bestehende Zugangshürde, die jetzt sogar nochmal höher gelegt wurde. Sogar Gamer mit ein oder zwei Jahre alten Maschinen dürften bei Sansar schnell an die Grenzen ihrer Hardware gelangen. Mit einem Durchschnitts PC wird das so schnell nichts.
Wir müssen davon ausgehen, dass viele Autoren Einladungen zu Lesungen in Sansar gar nicht folgen könnten, selbst wenn sie schon in Second Life gewesen sind. 
Das sind die beiden wesentlichen Gründe, bevor wir uns noch etwas Zeit lassen, bevor wir ein erstes Projekt in Sansar anvisieren. Aber wir haben ein Auge drauf, keine Frage. 
Ich bin überzeugt davon, dass Sansar über kurz oder lang eine tolle Plattform für Kulturveranstaltungen abgeben wird.

Unten habe ich  mal einige Links zu ersten Berichten über Sansar zusammen gestellt:

Bei Echt Virtuell:


und noch einer bei Echt Virtuell:



bei Laurina Hawks:



bei Phantanews:


und bei Natasha Randt:


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